Zwei Tennengauer Kirchen im neuen Glanz

Erhaltung des kulturellen Erbes / 2020 rund 150 Sanierungsprojekte im Bundesland
Salzburger Landeskorrespondenz, 14. July 2020

(LK)  Die umfassende Renovierung der Wallfahrtskirche St. Nikolaus in Golling-Torren und die Sanierung der gotischen Glasfenster der Pfarrkirche von Scheffau – dies sind zwei der Vorhaben, die aus dem Landesbudget zur Erhaltung des kulturellen Erbes gefördert werden. „Salzburg ist reich an Kleindenkmälern und historischen Bauten, die prägend sind für unser Bundesland. Seit 2013 haben wir fast 1.000 Projekte mit 9,1 Millionen Euro über dieses Förderprogramm unterstützt und somit erhalten können“, resümiert Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

„Allein in diesem Jahr haben wir 1,2 Millionen Euro für 150 Projekte in allen Bezirken reserviert“, so Kulturreferent Heinrich Schellhorn weiter. Für den Tennengau hat das Land Salzburg bisher 65.000 Euro für sieben Projekte zur Erhaltung des kulturellen Erbes bereitgestellt.

Älteste Orgel in der Nikolauskirche in Golling-Torren

Sie ist schon von Weitem sichtbar, die Filialkirche zum Heiligen Nikolaus im Gollinger Ortsteil Torren, und noch dazu ein wahres Kleinod mit einigen Besonderheiten: So befindet sich in dem Kirchenbau von 1517 die älteste noch bespielbare Orgel im Land Salzburg. Hervorzuheben ist auch der Hochaltar von 1715 vom Bildhauer Johann Georg Mohr.

Generalsanierung um 1,1 Millionen Euro

Die Generalsanierung dieser beliebten Wallfahrtskirche im Tennengau zog sich über 15 Jahre und konnte nun abgeschlossen werden. Alois Hettegger, der frühere Pfarrkirchenratsobmann, hat die Arbeiten geleitet. Restauriert wurden die Orgel, der Haupt- und die Seitenaltäre, diverse Statuen, die gotischen Glasfenster sowie die Mauern außen und innen und das Dach. Insgesamt wurden rund 1,1 Millionen Euro investiert, das Land Salzburg hat dafür 110.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Gotische Glaskunst in der Filialkirche Scheffau

Die Filialkirche zum Heiligen Ulrich in Scheffau existiert in ihrem heutigen Erscheinungsbild seit 1475, die gotischen Glasfenster stammen auch aus dieser Zeit. Nachdem bereits von 1998 bis 2000 drei Fenster in der Apsis restauriert worden waren, sind nun auch drei weitere Fenster im Langhaus wieder wie neu.

Arbeit mit viel Fingerspitzengefühl

Die gotischen Butzenfenster stammen aus dem Jahr 1470 und wurden von Facharbeitern der Glaswerkstätten Stift Schlierbach saniert. Die Restaurierungsarbeiten dauerten mit Aus- und Einbau der Fenster rund vier Wochen und kosteten rund 28.000 Euro, 7.000 Euro davon übernimmt das Land Salzburg. LK_200714_20 (kg/mel)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum