Die guten Seiten des vielen Regens

Grundwasserstände erholen sich / Derzeit wieder durchschnittliche Verhältnisse / Dürreindex als wichtiges Prognosewerkzeug
Salzburger Landeskorrespondenz, 14. July 2020

(LK)  Des einen Leid – des anderen Freud. Während für einige „Sonnenanbeter“ der bisherige Sommer zu kühl und vor allem zu nass war, sehen die Landwirte – trotz Ernteverzögerungen – und die Grundwasserversorger vor allem die positiven Seiten. „War es heuer im März und April in einzelnen Landesteilen noch etwas zu trocken, so wirkt sich der Niederschlagsreichtum der vergangenen Wochen auch messbar auf die Grundwasserstände auf. Sie zeigen alle durchwegs steigende Tendenz“, erklärt Landesrat Josef Schwaiger.

Diese Entwicklung lässt sich auch in der langfristigen Prognose für Trinkwasserversorger ablesen, die monatlich erstellt wird und die im Vorjahr gemeinsam vom Hydrographischen Dienst des Landes, der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) und dem Dachverband Salzburger Wasserversorger (DSWV) auf Initiative von Landesrat Josef Schwaiger ins Leben gerufen wurde.

Das erste Halbjahr im Überblick

Noch im ersten Quartal wurden heuer niedere Grundwasserstände verzeichnet. Die Schneeschmelze und Niederschläge im Februar haben dann zu einem Ansteigen geführt. Auffällig danach war eine sehr trockene Situation in der zweiten Märzhälfte und im gesamten April. Dies hatte sinkende Grundwasserstände zur Folge, die zum Teil die relativen Minima unterschritten haben. Durch den trockenen Boden haben sich die Niederschläge im Mai dann nicht unmittelbar im Grundwasser wiedergefunden – die Stände waren leicht unterdurchschnittlich. „Erst der Regen im Juni hat zu einem Ansteigen des Grundwassers geführt, sodass wir derzeit wieder durchschnittliche Verhältnisse haben“, beschreibt Theo Steidl, Leiter des Referats Wasserwirtschaft, die Situation.

Geringere Niederschläge im Saalachtal

Was die Entwicklung seit Jahresbeginn betrifft, so waren im Pinzgauer Saalachtal etwas geringere Niederschläge zu verzeichnen, im Rest des Bundeslandes liegen die Werte im Durchschnittsbereich. „Unsere Karten für den Dürreindex – das ist das Verhältnis zwischen Niederschlag und Verdunstung – zeigen, dass wir aktuell im normalen Bereich liegen, mit einer leichten Tendenz zum feuchten Bereich“, erklärt Steidl.

Etwas stabilere Bedingungen in den nächsten Wochen

Und worauf sollte man sich bis Ende Juli noch einstellen? Hier die Tendenz aus der monatlichen Trinkwasserprognose: Für den Großteil des Landes werden in den nächsten zwei Wochen für Juli typische Wetterbedingungen vorhergesagt, wo Trockenphasen mit Niederschlagstagen abwechseln bei einem sommerlichen durchschnittlichen Temperaturniveau, das auch die Verdunstung im Vergleich zu den Vorwochen begünstigt. Für den Lungau gehen die Prognosen weiterhin von unbeständigen Wetterbedingungen ohne längere Trockenphasen aus. LK_200714_21 (kg/mel)

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