Entlastung für den Lungau

Lkw-Transitfahrverbot kommt am kommenden Freitag
Salzburger Landeskorrespondenz, 21. July 2020

(HP)  Rund 400 Lastwagen rollen bislang täglich auf Bundes- und Landesstraßen durch die Lungauer Gemeinden. Um für Anrainer Erleichterungen vom Schwerverkehr zu erreichen, verordnet das Land Salzburg nun ein Fahrverbot für den Lkw-Durchzugsverkehr. Das Fahrverbot wird am kommenden Freitag kundgemacht und gilt dann ab sofort.

Nach dem Vorbild von Lamprechtshausen, wo seit Mitte März 2020 bereits ein Lkw-Verbot auf der B156 gilt, sollen nun auch auf den Straßen des südlichsten Salzburger Bezirkes weniger Schwerfahrzeuge unterwegs sein. Das Durchfahrverbot wird ab Sommer 2020 für Lkw über 7,5 Tonnen und für alle Sattelzüge gelten. Ausgenommen sind Fahrten mit Ziel- und Quellverkehr im Lungau sowie in den Bezirken Murau und Murtal in der Steiermark.

Anrainer von übermäßigem Durchzugs-Schwerverkehr entlasten

„Der Lastwagen-Verkehr gehört auf die Autobahn und nicht auf Landesstraßen, wo die Bewohnerinnen und Bewohner unter dem Lärm und den Abgasen leiden“, so Verkehrslandesrat Stefan Schnöll. Und weiter: „Das Lkw-Fahrverbot im Lungau ist deshalb ein wichtiger Schritt, um die Anrainer in unserem Bundesland von übermäßigem Durchzugs-Schwerverkehr zu entlasten“, so der ressortzuständige Landesrat.

Ziel: Ein Fünftel weniger Schwerverkehr

Eine deutliche Reduktion des Schwerverkehrs wurde im Dezember vergangenen Jahres von den 15 Lungauer Bürgermeistern unter Regionalverbandsobmann LAbg. Manfred Sampl einhellig gefordert. „Ziel der Maßnahme ist es, den Lkw-Anteil auf der Zubringerstrecke zur A10 Tauernautobahn um rund 20 Prozent zu reduzieren. Ich bin froh, dass diese Erleichterung für den Lungau nach langen Verhandlungen nun fixiert werden konnte“, freut sich Sampl, Bürgermeister der Marktgemeinde St. Michael, die von der Entlastung ebenfalls profitiert. LK_200721_60 (sm/ram)

 

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Redaktion: Landes-Medienzentrum