Katastrophenfonds zahlt weitere 2,6 Millionen Euro aus

2019 war ein Rekordjahr / 13,8 Millionen Euro Gesamtschaden in Salzburgs Wäldern
Salzburger Landeskorrespondenz, 28. July 2020

(LK)  Schritt für Schritt werden die 3.577 Schadensfälle aus dem Katastrophenjahr 2019 mit massiven Schneefällen im Jänner und Starkregenereignissen im Sommer sowie Muren im November vom Land Salzburg abgearbeitet und die Beihilfen an die Betroffenen ausbezahlt. In der aktuellen Sitzung der Fondskommission wurden Schadensfälle mit einer Gesamtsumme von 5,05 Millionen Euro behandelt.

„Was Schnee und extremer Regen im Vorjahr angerichtet haben, beschäftigt nicht nur die Betroffenen nach wie vor. Auch im Katastrophenfonds arbeiten wir den Rekord an Schadensfällen strukturiert ab, damit jene, die finanzielle Hilfe brauchen, diese auch bekommen. Schließlich ist die Belastung durch die Extremereignisse groß genug, da müssen wir zumindest finanziell unbürokratisch helfen“, betont Landesrat Josef Schwaiger.  

691 Fälle aus 81 Gemeinden auf dem Tisch

Die Katastrophenfonds-Kommission entschied in der gestrigen Sitzung über 691 Schadensfälle aus 81 Gemeinden, die fast zur Gänze das Rekordjahr 2019 betrafen. 2,6 Millionen Euro werden diesmal an die Betroffenen ausbezahlt, die vor allem Verluste durch Waldschäden, Vermurungen und Erdrutsche gemeldet hatten. „Der Katastrophenfonds steht für rasche und wirkungsvolle Hilfe bei Naturkatastrophen, wenn diese für die Betroffenen existenzbedrohend sind. Eine Elementarversicherung kann der Fonds jedoch nicht ersetzen“, betont Schwaiger.

13,8 Millionen Euro Schaden in Salzburgs Wäldern

Die 2.134 gemeldeten Waldschäden aus dem Jahr 2019 sind bereits zu 57 Prozent aufgearbeitet und abgerechnet. Bisher wurden 304.000 Festmeter Holz mit einer Schadenssumme von 6,9 Millionen Euro abgerechnet. Für 2019 rechnet der Fonds mit insgesamt zirka 600.000 Festmetern, das entspricht einer Kolonne mit Holz-Lkw-Zügen, die von Salzburg bis nach Villach reicht. Die erwartete Schadenssumme liegt bei 13,8 Millionen Euro.

Zusammenhalt im Katastrophenjahr war groß

„Die hohen Schadenssummen lassen nur erahnen, wie schwer unsere Wälder getroffen wurden. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, was es bedeutet, wenn ein Wald, den man seit Jahrzehnten hegt und pflegt, zerstört wird. Die Beihilfe aus dem Fonds ist hier wichtig. Die Arbeit kann aber nur bewältigt werden, wenn die Geschädigten zusammenhalten und oft ganze Familien und auch die Nachbarn helfen“, gibt Landesrat Josef Schwaiger zu bedenken.

Übersicht Bezirke

Die Schadensfälle der aktuellen Sitzung des Katastrophenfonds teilen sich wie folgt auf die Bezirke auf:

  • Stadt Salzburg: 5 Fälle mit 30.000 Euro Schaden
  • Tennengau: 82 Fälle mit 470.000 Euro Schaden
  • Flachgau: 83 Fälle mit 530.000 Euro Schaden
  • Pongau: 186 Fälle mit 2.000.000 Euro Schaden
  • Lungau: 137 Fälle mit 650.000 Euro Schaden
  • Pinzgau: 198 Fälle mit 1.370.000 Euro Schaden

2019 bricht Rekorde

Seit Dezember 2019 wurden von der Fondskommission 2.568 Fälle mit einer Gesamtschadenssumme von 22,6 Millionen Euro und Beihilfen von insgesamt 13,3 Millionen Euro behandelt. Über 90 Prozent davon betreffen das Rekordjahr 2019 mit 3.577 Schadensfällen. Zum Vergleich: Pro Jahr werden im Schnitt zirka 1.000 Fälle gemeldet. Momentan sind insgesamt 2.463 Fälle, auch aus den Vorjahren, noch in Bearbeitung. LK_200728_30 (mw/mel)

 

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Redaktion: Landes-Medienzentrum/Martin Wautischer