B168: Neue Begleitstraße bringt mehr Sicherheit für Stuhlfelden

Gefährliche Lokalbahnübergänge ab Herbst 2021 Vergangenheit / 1,7 Millionen Euro Investition
Salzburger Landeskorrespondenz, 06. August 2020

(LK)  Insgesamt 13 ungesicherte Übergänge auf der Strecke der Pinzgaubahn führen zwischen Stuhlfelden und Mittersill von der B168 als Zufahrten zu einzelnen Häusern und Wiesen. Mit einer neuen Begleitstraße können neun dieser Übergänge aufgelassen werden. „In den vergangenen Jahren sind entlang dieser Strecke immer wieder gefährliche Situationen entstanden. Mit der Umsetzung dieser Begleitstraße entlang der Pinzgauer Lokalbahn wird in Sachen Verkehrssicherheit ein dringend notwendiger Schritt gemacht“, erklärt Landesrat Stefan Schnöll zum Beginn der Bauarbeiten.

Das Sicherheitsproblem zwischen Stuhlfelden und Mittersill besteht aufgrund der örtlichen Gegebenheiten. Die B168 verläuft zwischen den beiden Ortskernen direkt neben der Bahn. Es ist kein Platz für Abbiegespuren zwischen Schienen und Straße vorhanden und Autofahrer können von hinten kommende Züge nur schlecht wahrnehmen. „Für die Anrainer bringt der lang ersehnte Neubau der Begleitstraße eine sichere Zufahrtsmöglichkeit, aber auch alle Verkehrsteilnehmer von Landestraße und Lokalbahn profitieren“, ist Stuhlfeldens Bürgermeisterin Sonja Ottenbacher erleichtert.

Zusatzschutz vor Salzachhochwasser

Die neue rund 1,2 Kilometer lange Begleitstraße hat noch einen weiteren Vorteil: Sie ist Teil des Hochwasserschutzes Stuhlfelden und wird als Damm errichtet. „Durch die bewusste Aufweitung der Salzach im Gemeindegebiet entsteht zusätzlicher Überflutungsraum, die neue Straße schützt durch ihre erhöhte Bauweise die dahinterliegenden Häuser sowie die Trasse der Pinzgaubahn und die B168“, so der ressortzuständige Landesrat Josef Schwaiger.

Ambitionierter Zeitplan

Heuer wird der Straßendamm der gesamten Begleitstraße aufgeschüttet und nach Einbau der Frostschutzschicht eine provisorische Schotterfahrbahn hergestellt. Sobald die Rohtrasse bis zur Querung des Burgwieskanals fertig ist, folgt eine neue Brücke. Ab Mitte September wird die provisorische Begleitstraße an die B168 Mittersiller Straße angebunden. Bis Ende 2020 können die Anrainer bereits über die neue sichere Eisenbahnkreuzung zu den Wohnhäusern zufahren. Neun bestehende, ungesicherte Lokalbahnübergänge können anschließend aufgelassen werden.

Land übernimmt Gesamtkosten von 1,7 Millionen Euro

Im kommenden Jahr wird nach Abklingen der Setzungen die provisorische Fahrbahn wieder entfernt und anschließend die Begleitstraße südlich der Lokalbahn asphaltiert. Die Verkehrsfreigabe ist für Ende September 2021 vorgesehen. Die Gesamtkosten betragen rund 1,7 Millionen Euro, die komplett vom Land übernommen werden, je die Hälfte davon kommt aus dem Straßenbaubudget sowie vom Gemeindeausgleichsfonds (Ressort Landeshauptmann Wilfried Haslauer). LK_200806_61 (sm/mel)

 

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Redaktion: Landes-Medienzentrum