Klimafreundlich die Wirtschaft ankurbeln

Land Salzburg und Wirtschaftskammer starten Unterstützungsprogramm für Salzburger Betriebe und Klimaschutz
Salzburger Landeskorrespondenz, 08. September 2020

(LK)  Zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und zur Erreichung der Salzburger Klima- und Energieziele startet das Land Salzburg gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Salzburg ein Unterstützungsprogramm. Bewerbungen sind ab 9. September möglich. „Ziel des Impuls-Programms SALZBURG 2050 Partnerbetriebe ist es, die heimische Wirtschaft auf nachhaltige und klimafreundliche Art und Weise zu stärken und zu fördern“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Schellhorn und WKS-Präsident Peter Buchmüller bei der heutigen Präsentation.

„Zwischen Klimaschutz und Wirtschaft gehört kein „oder“. Wir müssen beide stärker miteinander verbinden, um zukunftsfit zu sein. Wir investieren rund 2,5 Millionen Euro um Salzburgs Betriebe auf den Weg hin zu klimaschonenden und energieeffizienten Unternehmen zu unterstützen“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. Und WKS-Präsident Peter Buchmüller ergänzt: „Klimaschutz ist und bleibt ein wichtiges Thema, so wie die Bewältigung der durch Corona verursachten Wirtschaftskrise. Besonders wirksam ist es, wenn wir mit geeigneten Maßnahmen für mehr betrieblichen Klimaschutz sorgen und gleichzeitig die Wirtschaft ankurbeln. Das Impuls-Programm SALZBURG 2050 Partnerbetriebe ist ein wichtiges Element für Aufschwung und Erneuerung der Salzburger Wirtschaft.“

Viele Vorteile für Betriebe

Die Partnerschaft, die vertraglich bis Ende 2021 mit dem Land Salzburg abgeschlossen wird, bietet den Salzburger Betrieben zahlreiche Vorteile, wie etwa:

  1. Kostenlose Beratungen zu Ressourcenschonung und Energieeffizienz. Das umwelt service salzburg (Beratungseinrichtung für Umwelt-, Klima- und Energiefragen im Land Salzburg) stellt kostenlos eine Beraterin oder einen Berater im Ausmaß von 80 Stunden zur Verfügung. Die Experten untersuchen sämtliche Unternehmensbereiche nach Potenzialen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen, zur Steigerung der Energieeffizienz oder zur Verbesserung bei der Mobilität.
  2. Individuelle Analysen und Maßnahmen: Nach genauen Analysen wie etwa beim unternehmenseigenen Fuhrpark (Zusammensetzung, Energieverbrauch, Energiekosten, Tourenplanung, Tourenoptimierung, klimafreundliche Mobilität, alternative Antriebe) arbeiten die Experten des umwelt service salzburg konkrete Vorschläge aus und zeigen unterschiedliche alternative Beispiele klimafreundlicher Mobilität auf.
  3. Förderungen von bis zu 100 Prozent zusätzlich zur Bundesförderung: Alle Maßnahmen, die von der Bundesförderung „Umweltförderung im Inland“ förderfähig sind, werden zusätzlich durch das Land Salzburg mit bis zu 100 Prozent des Bundesfördersatzes gefördert. Die tatsächlichen Fördersätze hängen hierbei vom Fördergegenstand und der Betriebsgröße ab.
  4. Zuschüsse von bis zu 20.000 Euro: Kosten für immaterielle Maßnahmen (zum Beispiel Planung, Software etc.), die in direktem Zusammenhang mit den Maßnahmen zum Impuls-Programm anfallen, nicht durch eine Bundesförderung abgedeckt werden und den Klima- und Energiezielen des Landes Salzburg dienen, werden zu 50 Prozent und maximal bis zu einer Höhe von 20.000 Euro gefördert. Beispiel: Der Mobilitäts-Check hat ergeben, dass ein Unternehmen mit Hilfe einer softwaregestützten Tourenplanung die Dienstfahrten reduzieren und somit Treibstoff und Geld einsparen könnte. Ein Drittunternehmen wird nun beauftragt, diese Software zu entwickeln und zu implementieren. Die Kosten hierfür betragen etwa 30.000 Euro, das Land Salzburg übernimmt dann davon 15.000 Euro.

Programm als Impulsgeber

„Das Impuls-Programm soll wie der Name schon sagt, Impulse geben, um Salzburger Betriebe in eine wirtschaftlich stabile und klimaschonende Zukunft zu lenken. Das soll möglichst rasch gelingen. Betriebe können sich ab sofort bewerben und sollen bis Ende 2021 erste Maßnahmen umgesetzt haben“, so Schellhorn. Und WKS-Präsident Peter Buchmüller betont: „Unternehmen, die in diesem Sektor investieren, stärken ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit. Eine Win-win-Situation, die in der aktuellen Krisensituation zusätzliche Bedeutung gewinnt.“ Landeshauptmann-Stellvertreter Schellhorn und WKS Präsident Buchmüller sind sich einig, dass positive Anreize zur Erreichung der Klima- und Energieziele der beste Weg ist, um das Bundesland Salzburg zu stärken und zukunftsfit zu machen.

Bewerbungen an salzburg2050@salzburg.gv.at

Bewerbungen für das Impuls-Programm können alle Betriebe und Unternehmen mit Standort im Bundesland Salzburg ab sofort mittels Bewerbungsformular an salzburg2050@salzburg.gv.at gerichtet werden. Das Formular und weitere Informationen sind unter https://www.salzburg.gv.at/themen/umwelt/salzburg2050/projekte-kooperationen/partnerbetriebe zu finden. LK_200908_10 (ram/grs/mel)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum