Käserei WOERLE setzt auf heimische Artenvielfalt

Bundesländerübergreifendes Projekt in der Region Flachgau-MondseeLand
Salzburger Landeskorrespondenz, 11. September 2020

(HP) Artenschutz und Nachhaltigkeit spielen nicht nur in der Landwirtschaft eine immer größer werdende Rolle, sondern finden auch zunehmend Einzug in heimischen Unternehmen - so auch in der Käserei WOERLE, die mit dem bundesländerübergreifenden Projekt „Artenvielfalt in Bauernhand“, das in der Heumilchregion Flachgau-MondseeLand umgesetzt wird, einen neuen Meilenstein setzt.

„Wirklich jeder von uns kann etwas für die Biodiversität in unserem Bundesland tun. Je bunter das Leben und damit auch die Grünflächen, umso besser. Das Projekt der Privatkäserei WOERLE zeigt, dass viele unserer Bäuerinnen und Bauern aktiv mithelfen, neue Blumenwiesen anzulegen und bestehende zu erhalten. Hier wird vorbildlich gezeigt, dass artenreiche, ökologisch hochwertige Flächen mit Wirtschaftlichkeit in Einklang gebracht werden können“, so Landesrätin Maria Hutter beim gemeinsamen Besuch des Unternehmens in Henndorf mit ihrem oberösterreichischen Amtskollegen Landesrat Max Hiegelsberger. „Mit diesem Projekt hat sich WOERLE eine der zentralen Fragestellungen der modernen Landwirtschaft vorgenommen. Der aktive Naturschutz ist neben der Erzeugung hochwertiger Lebensmittel und der Kulturlandschaftspflege eine der wesentlichen Leistungen der Bäuerinnen und Bauern für die Gesellschaft“, so Hiegelsberger.

Gemeinsame Umsetzung mit landwirtschaftlichen Betrieben

Bereits im Vorjahr hat das Unternehmen das Artenvielfalts-Projekt initiiert, welches gemeinsam mit den Landwirtinnen und Landwirten umgesetzt wird und bis 2030 angelegt ist. Im Rahmen des Projekts sollen auf den Höfen mit ungenutzten Flächen, wie Gstetten, Mager- oder Sauerwiesen, Straßen- oder Waldränder sowie Böschungen, etc. unterschiedliche Lebensräume und Rückzugsorte für verschiedenste Tiere und Pflanzen geschaffen werden, um damit sogenannte „Trittstein-Effekte“ für Insekten & Co über die ganze WOERLE-Heumilchregion zu erzeugen und wissenschaftlich dokumentieren zu können.

Fachlich begleitet und zukunftsorientiert

Fachlich begleitet wird das Projekt von externen Experten und Biologen der Universität Salzburg. Um auch die Landwirtinnen und Landwirte der Zukunft für das Thema Artenvielfalt zu begeistern, werden Schülerinnen und Schüler der HBLA Ursprung praxisbezogen in diverse Projekte der Privatkäserei miteingebunden.

Natur muss wieder zur Natur werden

„Gesunde Kühe benötigen ausreichend nährstoffreiches Futter, um beste Milch zu geben. Heubewirtschaftung ist seit jeher eine nachhaltige, ökologische und ursprüngliche Form der Milchwirtschaft. Darüber hinaus hat aber jeder Hof Flächen mit wenig wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten, wie Böschungen, Waldränder, etc., wo man die Biodiversität fördern kann. Die Bäuerinnen und Bauern entscheiden dabei selbst, was wo passiert und geben der Natur bewusst die Chance wieder ‚Natur‘ zu sein“, betont Gerrit Woerle. LK_20010_150 (geo/ram)

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum