Almen und Forschung im Naturpark Riedingtal

Forschung und Landwirtschaft ergänzen sich / Mehr Artenvielfalt
Salzburger Landeskorrespondenz, 22. September 2020

(HP)  Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Verbandes der Naturparke Österreichs (VNÖ) reist eine Delegation mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Österreich und macht Station in acht Bundesländern. Der Naturpark Riedingtal im Lungau war dabei das dritte Etappenziel und stand unter dem Motto „Almen und Forschung“. „Praktisches Wissen von Almbewirtschaftern und die Erkenntnisse der Wissenschaft können einander sinnvoll ergänzen und zu positiver Entwicklung in der Region beitragen“, so Landesrätin Maria Hutter, bei dem Treffen.

Der Naturpark Riedingtal in der Gemeinde Zederhaus in der Biosphärenregion Salzburger Lungau war Schauplatz des Treffens zum Thema Almbewirtschaftung und Forschung. Am Südrand der Niederen Tauern, ist er ein landschaftliches Juwel mit zahlreichen bewirtschafteten Almen. Durch die enge Zusammenarbeit und Kooperation mit der Universität Salzburg, wurde der Weg für eine Erforschung der dortigen Almwirtschaft und ihrer Bedeutung für die Region, bereits vor zehn Jahren eingeläutet und maßgeblich gefestigt - zum Beispiel mit dem Almforschungsstützpunkt Seppalm, Klimamessstationen im Naturpark oder dem Projekt „Gastrosophisches Zederhaus“. Mit dem Naturpark Thüringerwald aus Deutschland gibt es eine transnationale Kooperation und in einem gemeinsamen Klimaschutzprojekt agieren beide Naturparke miteinander und profitieren auch vom jeweiligen Wissen des anderen.

Artenvielfalt im Riedingtal

Mit Unterstützung des Landes Salzburg konnten im Naturpark Riedingtal wichtige Maßnahmen und Projekte umgesetzt werden. „Hohe Priorität hat dabei der Erhalt ökologisch wertvoller Almen und die Umsetzung von Maßnahmen zur Artenvielfalt wie Wiederbeweidung brachliegender Almflächen oder Wildbestäuberkurse“, so Natur-Landesrätin Hutter.

47 Naturparke in Österreich

„Das Prädikat ‚Naturpark‘ wird in Österreich schon seit mehr als 50 Jahren verliehen. Derzeit gibt es 47 von ihnen, die sich kontinuierlich qualitativ weiterentwickelt haben. Gemeinsam engagieren sie sich dafür, ihre einzigartigen Natur- und Kulturlandschaften zu bewahren“, so Franz Handler, Geschäftsführer des VNÖ. „Als bundesweites Naturschutznetzwerk sind die Naturparke prädestiniert, substanzielle Maßnahme für Klimaschutz zu setzen.“ LK_200922_11 (ram/mel)

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum