Verlässliche Förderungen für Salzburgs Landwirtschaft

Salzburger Vorsitz bei Agrarreferentenkonferenz / Kontinuität für 2021 und 2022
Salzburger Landeskorrespondenz, 05. October 2020

(LK)  Zuverlässige Planbarkeit in der Landwirtschaft für die Jahre 2021 und 2022 ermöglichten die Landesagrarreferenten unter Salzburger Vorsitz bei ihrer Konferenz heute, Montag, in Wien. „Für die Übergangsjahre bis zur neuen Festlegung der EU-Agrarförderung im Jahr 2023 stehen jährlich mindestens fünf Millionen Euro mehr zur Verfügung. Das sind 35 Millionen Euro plus über die gesamte Periode von sieben Jahren“, so Landesrat Josef Schwaiger heute nach der Sitzung, deren Vorsitz er innehatte.

Die Jahre 2021 und 2022 sind Übergangsjahre, da sich die neuen Richtlinien der EU-Kommission bis 2023 verzögern werden. Die Lösung unter dem Motto „alte Regeln, neues Geld“ sieht vor, dass die bestehenden Fördermaßnahmen fortgeführt werden, finanziert aber bereits aus dem mehrjährigen Finanzrahmen der EU-Kommission, der von 2021 bis 2027 gilt. „Bei Unterstützungen für Agrarumweltleistungen, Alm- und Bergbauernförderungen oder auch Bio-Zahlungen ist damit Kontinuität gewährleistet. Die Betriebe haben weiter gesicherte Rahmenbedingungen“, betont Landesrat Josef Schwaiger.

„Frisches Geld“ für Investitionen

Mit den neuen EU-Finanzmitteln für 2021 und 2022 kann voraussichtlich mit März 2021 auch die Investitionsförderung in Salzburg wieder starten. Das Geld aus der aktuellen Periode ist für diese Maßnahme bereits aufgebraucht. Nun kann mit frischem Geld neu durchgestartet werden. „Damit haben Salzburgs Landwirte wieder einen zusätzlichen Anreiz, in Tierwohl und Modernisierung der Betriebe zu investieren. Die heimische Produktion noch mehr zu stärken, ist gerade jetzt das richtige Signal“, freut sich Agrarlandesrat Schwaiger.

Landwirte liefern erneuerbare Energieformen

Weitere Themen der heutigen Sitzung waren Investitionsanreize zur weiteren Modernisierung der Betriebe, die Stärkung der Direktvermarktung, die Eindämmung des Flächenverbrauchs, die Aufrechterhaltung der flächendeckenden Landwirtschaft, die Entbürokratisierung in der Ländlichen Entwicklung auf EU-Ebene und das Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG). „Der Land- und Forstwirtschaft kommt eine bedeutende Rolle beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Österreich zu. Biomasse sowie Bio- und Holzgas werden wesentliche Faktoren sein, wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen. Der Rohstoff Holz ist eine Ressource, die in Österreich nicht ausgehen wird. Durch unsere nachhaltige Forstwirtschaft schaffen wir es, dass jährlich viel mehr nachwächst, als wir benötigen“, so Landesrat Schwaiger. Und abschließend: „Mit den Gemeinschaften und Genossenschaften bei erneuerbaren Energien und bei den Maßnahmen im Bereich Biomasse ist uns in diesem EAG Erneuerbaren Ausbau Gesetz schon viel gelungen. Jetzt gilt es, Nägel mit Köpfen zu machen und den Weg in Richtung Energiezukunft zu gehen.“ LK_201005_52 (grs/mel)

Medienrückfragen: Michael Rausch, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 2640444, E-Mail: michael.rausch@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum