Naturschutz kennt keine Grenzen

Europaweites Maßnahmenpaket gegen Klimaerwärmung und Artensterben notwendig
Salzburger Landeskorrespondenz, 08. October 2020

(LK)  Schutz und Erhalt der Artenvielfalt standen heute, Donnerstag, im Mittelpunkt der Konferenz der Naturschutzreferentinnen und -referenten der Bundesländer. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wurde die Sitzung vom Vorsitzland Tirol per Video online abgehalten. Salzburgs Landesrätin Maria Hutter betonte, dass es wichtig sei, über die Landesgrenzen zu schauen: „Das Land Salzburg kann sich vor den großen weltweiten Entwicklungen wie der Klimaerwärmung und dem Artensterben nicht abschotten. Beide tragen dazu bei, dass sich unsere Lebensräume verändern.“

So habe beispielsweise der Stickstoffeintrag aus anderen Ländern über die Luft in die Erde nachweislich einen großen Anteil an der Veränderung der Lebensräume und damit am Artensterben. Magerwiesen werden so über die Luft mit Nährstoffen versorgt und verlieren dadurch ihre Vielfalt. „Hier brauchen wir einen Schulterschluss der Bundesländer mit dem Ministerium, um auf europäischer Ebene wirksame Maßnahmen treffen zu können“, so Landesrätin Maria Hutter.

Schutz der Moore: Salzburg als Musterbeispiel

Sonnentau, Wollgras und Teufelsabbiss: Diese besonderen Moorpflanzen sollen auch weiterhin in Salzburg wachsen. Daher stand auf der Agenda die Erarbeitung einer bundesweiten Strategie zum Schutz der Moore. „Besonders hier gilt das Land Salzburg als Vorreiter und Musterbeispiel. In den vergangenen Jahren wurden mit der Renaturierung von Weidmoos und Blinklingmoos im Flachgau, dem Adneter-Moos im Tennengau, dem Überling-Moorkomplex im Lungau, dem Mandlinger-Moor im Pongau und dem Wasenmoos im Pinzgau in jedem Bezirk überregional bedeutende Lebensräume gesichert“, so Hutter.

Mehr Bundesunterstützung bei Bekämpfung invasiver Arten

Die Bundesländer stimmten sich zudem zur Bekämpfung invasiver, gebietsfremder Arten, zum Beispiel dem pinken Drüsigen Springkraut, dem Riesen-Bärenklau oder den asiatischen Knöterich-Arten, ab und forderten dafür eine bessere Unterstützung durch den Bund. „Das ist besonders wichtig, weil durch diese schnell wachsenden Pflanzen heimische Arten in ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt werden“, betonte Hutter. LK_201008_51 (grs/ram)

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum