Intensive Abstimmungen für funktionierenden Schulbetrieb

Regionale und flexible Lösungen bei Infektionsanstieg
Salzburger Landeskorrespondenz, 14. October 2020

(LK)  „Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation. Trotzdem ist es vor allem dank des Einsatzes von Lehrern und Eltern gelungen, den Schulbeginn so gut wie möglich zu meistern und ich bin zuversichtlich, dass wir dieses Semester gemeinsam auch weiterhin gut bewältigen werden. Das oberste Ziel ist, die Schulen mit größtmöglicher Sicherheit so lange wie möglich geöffnet zu halten und den Kindern angemessene Bedingungen zum Lernen zu ermöglichen“, betont Landesrätin Maria Hutter nach dem vierten Schulgipfel mit wesentlichen Akteuren im Bildungssystem. Im Anschluss daran haben sich die Bildungsreferenten der Bundesländer unter dem Vorsitz Salzburgs mit Bildungsminister Heinz Faßmann abgestimmt.

Das Ziel ist nach wie vor, komplette Schließungen zu verhindern. „Deshalb setzen wir auf vorsorgliche Hygienemaßnahmen und regionale Lösungen. Wir haben dafür den gesamten Bildungsbereich koordiniert im Blick“, so Hutter. Falls die Infektionen steigen, kann individuell, flexibel und regional reagiert werden.

Wichtigste Hygienemaßnahmen in der Schule

  • regelmäßig Hände waschen

  • außerhalb der Klassenräume Mund-Nasen-Schutz verwenden

  • Abstand halten, wo möglich

  • in Ellenbeuge oder Taschentuch niesen/husten

  • Räume regelmäßig lüften

Ab 37,5 Grad: Zuhause bleiben

Ab einer Körpertemperatur von 37,5 Grad ist von einem Schulbesuch abzusehen, unabhängig von Covid-19. Ein weiterer Grund, daheim zu bleiben: wenn mehrere coronaähnliche Symptome ohne plausible Ursache auftreten.

Vorgehen bei Covid-Verdachtsfall

Wenn bei einem Schulkind der dringende Verdacht besteht, an Covid-19 erkrankt zu sein, setzt die Schulleitung die zuständige Gesundheitsbehörde in Kenntnis und informiert im Anschluss dessen Eltern. Es wird in einem eigenen Raum gebracht und kann von den Eltern abgeholt werden. Die restliche Klasse bleibt bis zur Abklärung des Verdachtsfalls im Klassenzimmer und setzt den Unterricht – nach einem kräftigen Durchlüften der Klasse und der Desinfektion der Hände – gemeinsam fort.

Krisenteam an jeder Schule

„An jedem Schulstandort im Land Salzburg ist zudem vom Schulleiter ein Krisenteam gebildet worden, bestehend aus Pädagogen, IT-Koordinatoren, Vertretern von Eltern und Schulerhaltern. Es ist zuständig für die Erstellung von Kontaktlisten, das Pausenkonzept, die Umsetzung des Hygienekonzepts und weiteren Fragen in Bezug auf die Corona-Situation“, so Bildungs-Landesrätin Maria Hutter.

Anerkennung von Schnelltests würde massiv helfen

Dann ist die Gesundheitsbehörde am Zug: Dies kann von der Anordnung einer Quarantäne für einzelne Personen bis zu ganzen Klassen, weiteren Testungen oder auch einem ganz normalen weiteren Schulbetrieb gehen. „Die Anerkennung von Corona-Schnelltests durch das Gesundheitsministerium würde uns massiv helfen. Wir könnten so mit mobilen Teams, die bei Bedarf direkt zu den Schulen fahren, Verdachtsfälle rasch abklären. Ich bleibe hier hartnäckig und hoffe auf eine Genehmigung in den kommenden Wochen“, betont Hutter.

Bildungsampel informiert über Verhaltensregeln

„Da die Corona-Ampel des Gesundheitsministeriums keine Maßnahmen speziell für Schulen vorsieht, haben wir für den Bildungsbereich – vom Kindergarten bis zur Oberstufe - eine eigene Bildungsampel. Je nach Farbe gibt die Bildungsampel Auskunft über den Status der allgemeinen Verhaltensregeln an der jeweiligen Schule“, erklärt Hutter.

Betroffene werden persönlich informiert

„Es ist nicht im Interesse der betroffenen Lehrpersonen, Schulleiter oder Schüler, eine Liste von Standorten mit positiv auf Covid-19 getesteten Personen zu veröffentlichen“, so Hutter über eine mit großer Mehrheit und auf eindringliches Ersuchen von Schulerhaltern und Direktoren vereinbarte Festlegung. „Die Betroffenen und deren Erziehungsberechtigte werden von der Gesundheitsbehörde und der Schule umgehend über Maßnahmen informiert. Und hinter jeder Erkrankung steht ein Mensch, dessen Persönlichkeitsrechte es zu schützen gilt“, gibt Hutter zu bedenken. Auf der Landes-Website wird an jedem Schultag die Zahl der an diesem Tag positiv auf Covid-19 getesteten Lehrpersonen und Schüler nach Bezirk aufgeschlüsselt für alle zugänglich veröffentlicht. LK_201014_141 (luk/sm)

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Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum