So sollen Salzburgs Sportler Olympia erobern

Ziel: Mehr Teilnehmer in Paris 2024 / Eigenes Förderprogramm für Sommersportler
Salzburger Landeskorrespondenz, 14. October 2020

(LK)  Salzburg will 2024 die Olympischen Sommerspiele in Paris erobern – und mit mehr Sportlerinnen und Sportlern als bei den vergangenen Spielen vertreten sein. Möglich werden soll das durch ein spezielles Förderprogramm des Landes, das drei zentrale Punkte enthält: einen monatlichen Olympia-Bonus, Unterstützung bei trainingsbegleitenden Maßnahmen und ein Salzburger Teambuilding.

 

„Mit dem Salzburger Olympiakader setzen wir ein starkes Zeichen für den Sommersport“, gibt Landesrat Stefan Schnöll die Zielsetzung vor. „Wir haben zahlreiche Athletinnen und Athleten mit hohem internationalen Potenzial. Die sollen besonders gefördert werden. Das Vorhaben dient aber auch als Pilotprojekt. Es wird uns nach den Spielen 2024 Aufschlüsse darüber geben, ob die Maßnahmen Erfolg hatten oder woran die einzelnen Sportlerinnen und Sportler gescheitert sind. Wichtig ist jedenfalls, dass es nach 2024 weitergeht und wir die besten Schlüsse zur Weiterentwicklung ziehen.“

Meissnitzer: „Talente unterstützen, Träume zu erreichen.“

KADA-Präsidentin Alexandra Meissnitzer betonte: „Es ist der Traum eines jeden Sportlers, eine Medaille bei olympischen Spielen zu gewinnen. Wir wollen unsere Talente dabei unterstützen, dieses Ziel zu erreichen. Durch eine duale Karriereplanung, individuell gestaltet und gut durchdacht, werden Leistungssport und Bildung vereinbart. So werden Perspektiven geschaffen, und es entstehen neue Chancen und Wege, die Persönlichkeit zu entwickeln und zu stärken.“

Riess: „Beste und aussichtsreichste Sportler Salzburgs fördern.“

Für Sporthilfe-Präsidentin Susanne Riess ist Salzburg „ein Sport-Musterland. Dieses Programm ist eine tolle und sinnvolle Ergänzung der Förderung durch die Österreichische Sporthilfe. Ich bin zuversichtlich, dass wir durch die enge Abstimmung der beiden Fördergeber die bestmögliche Unterstützung der zukünftigen Sportvorbilder Österreichs gewährleisten. Gemeinsam mit der Förderung durch die Sporthilfe können wir dafür sorgen, dass die besten und aussichtsreichsten Sportlerinnen und Sportler Salzburgs gefördert werden und damit die besten Voraussetzungen für eine individuelle mehrjährige Unterstützung geschaffen sind. Das ist genau das, was olympische Athletinnen und Athleten brauchen“, so Riess.

Der Weg nach Paris 2024

Das Land Salzburg hat sich zum Ziel gesetzt, zu den olympischen Sommerspielen 2024 in Paris möglichst viele Athletinnen und Athleten zu entsenden. Eine wesentliche Grundlage dafür ist ein optimales Betreuungsumfeld für potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten.

Bis zu 20 Teilnehmende werden umfassend unterstützt

Der Salzburger Olympiakader 2024 soll zirka 15 Athletinnen und Athleten umfassen und bis 2024 mit verschiedenen Leistungen des Landes unterstützt werden. Diese umfassen folgende Punkte:

Monatlicher Olympia-Bonus

500 Euro werden monatlich an jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer des Kaders überwiesen. Dieser Betrag ist frei verfügbar und stellt sicher, dass ein Teil der laufenden Kosten abgedeckt wird und dass sich die Aktiven besser auf den Sport konzentrieren können.

Unterstützung bei trainingsbegleitenden Maßnahmen

Pro Kadermitglied steht jährlich ein Budget in der Höhe von 1.000 Euro für trainingsbegleitende Maßnahmen zur Verfügung. Die Anträge können beim Landessportbüro eingereicht werden. Ziel ist es, dass trainingsbegleitende Maßnahmen wie Physiotherapie, Mentaltraining oder Ernährungsberatung helfen, Bestleistungen hervorzurufen.

Teamkader stärken

Die ausgewählten Sportlerinnen und Sportler sollen zu einem Team zusammenwachsen. Es werden deshalb mindestens zweimal im Jahr Workshops zur Stärkung des Teambuilding stattfinden. Außerdem werden sie medial begleitet und mit einem eigenen Erscheinungsbild vermarktet. Kanäle wie Facebook und Instagram werden genutzt sowie eine Webseite eingerichtet.

Expertenkommission wählt aus 49 Athleten aus

Nominiert wurden insgesamt 49. Alle Salzburger Fachverbände der Sommersportarten konnten potenzielle Athletinnen und Athleten nominieren. Neben dem Lebenslauf musste die Bewerbung bisherige Ergebnisse und die Ziele der Nominierten enthalten. Im November wird eine Expertenkommission die Auswahl treffen und dann mindestens einmal im Jahr die Ergebnisse der Nominierten evaluieren. Damit können auch die Athletinnen und Athleten, die es zunächst nicht geschafft haben, im Laufe der Zeit in den Olympiakader aufgenommen werden. Sollten Kaderangehörige einen Leistungsabfall haben und nicht mehr in der nationalen oder internationalen Spitze mitkämpfen, können sie aus dem Kader fallen.

So schafft man es in den Kader

In der Allgemeinen Klasse können Sportlerinnen und Sportler mit Top-Platzierungen bei internationalen Großveranstaltungen sowie jene innerhalb der ersten 20 in aktuellen Weltranglisten nominiert werden. Im Nachwuchsbereich ist darüber hinaus auch für Talente, die potenzielle Chancen haben, bei Olympia 2024 dabei zu sein, eine Aufnahme möglich. Eine Expertenkommission wird gerade gebildet und wird im November eine erste Auswahl der Sportlerinnen und Sportler treffen. LK_201014_51 (grs/ram)

Medienrückfragen: Christoph Bayrhammer, Büro Landesrat Stefan Schnöll, Tel.: +43 662 8042-4941, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum