Quarantänequartier zur Entlastung von Seniorenwohnhäusern und Spitälern fixiert

22 Betten durch Kooperation mit PremiQamed in der Stadt Salzburg
Salzburger Landeskorrespondenz, 14. October 2020

(LK) Aufgrund der steigenden Corona-Fallzahlen wird es eine besondere Herausforderung, die Seniorenwohnhäuser und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen coronafrei zu halten und die Spitäler zu entlasten. Entsprechende Hygienepläne in den Einrichtungen stellen sicher, wie die gesonderte Versorgung von Bewohnerinnen und Bewohnern vor Ort möglich ist. Es gibt aber Fälle, in denen dies nicht möglich ist. Dazu wurde jetzt in der Stadt Salzburg ein Quarantänequartier angemietet.

Dabei handelt es sich um einen Teil des wegen Umbaus temporär leerstehenden Klinikgebäudes der Privatklinik Wehrle-Diakonissen im Andräviertel. „Eine gute Lösung, mit der wir die Seniorenwohnhäuser unterstützen und die Spitäler entlasten“, teilte Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl nach einem Gespräch mit Vertretern Sozialabteilung des Landes, der städtischen Seniorenwohnhäuser und des Roten Kreuzes mit. In einem ersten Schritt werden 22 Betten zur Verfügung stehen. Für die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner in der neu geschaffenen Einrichtung muss ein Personalpool aufgebaut werden.

Gemeinsame Anstrengungen für bestmöglichen Schutz

Nachdem die neue Einrichtung als Entlastung für alle Einrichtungen für Senioren und Menschen mit Behinderung relevant werden kann, wird es von Seiten des Landes auch einen Appell an die Träger der Häuser und die großen Sozialorganisationen geben, entsprechend Personal für das Quarantänequartier zur Verfügung zu stellen, damit die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner im Krankheitsfall sichergestellt ist. Nur durch gemeinsame Anstrengung und Kooperation wird es möglich sein, diese besonders vulnerable Gruppe weiterhin gut zu schützen und Anstiege von Erkrankungen in diesem Bereich zu verhindern bzw. einzugrenzen.

Nötige Infrastruktur vorhanden

„Das mit der notwendigen Infrastruktur ausgestattete Haus soll vor allem jenen Seniorenhäusern zur Verfügung stehen, in denen aufgrund der baulichen Gegebenheiten bzw. aus medizinischen und pflegerischen Gründen keine Isolationsmöglichkeiten für Covid-positive Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen werden können und die aufgrund des Krankheitsverlaufes nicht ins Spital müssen“, erklärt Stöckl.

Zusammenarbeit mit städtischen Seniorenwohnhäusern

Die fachliche Leitung des Quarantänequartiers übernehmen die städtischen Seniorenwohnhäuser. „Der Vertrag mit dem Objekteigentümer PremiQaMed wird ab Mitte/Ende November vorerst für eine Laufzeit von vier Monaten mit Option auf Verlängerung abgeschlossen. Auch die Zahl der Betten kann im Bedarfsfall aufgestockt werden“, so Stöckl. Im Falle einer Überbelegung hat sich die SALK bereit erklärt, in der Landesklinik St. Veit neun Betten zur Verfügung zu stellen.

Entlastung der Krankenhausbetten

„Mit dieser Lösung wird sichergestellt, dass die Spitalsbetten für jene Corona-Kranken zur Verfügung stehen, die aufgrund des schweren Krankheitsverlaufs dort behandelt werden müssen. Zudem müssen wir alles daran setzen, um einen zweiten Lockdown zu verhindern und die Spitäler und die einzelnen Abteilungen in Vollbetrieb und für ,normale‘ Patienten und alle Krankheitsbilder offen zu halten. Dazu benötigen wir jedes Bett“, betont Stöckl.

PremiQamed Group als Partner

„Da wir gerade dabei sind, unsere Umbaupläne zu konkretisieren, steht das Gebäude im Andräviertel temporär leer. Wir freuen uns, dass wir mit dieser Zwischennutzung des Traktes Lasserstraße mithelfen und einen Beitrag leisten können, die Versorgung von an Covid-19-Erkrankten in Salzburg auf hohem Niveau sicherzustellen“, bekräftigt Julian Hadschieff, Vorstandsvorsitzender der PremiQaMed Group. LK_201014_15 (ram/sm)

Medienrückfragen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, Mobil: +43 664 8921060, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum