Obstpresse Bramberg: Auf Putz und Stingl das Beste rausholen

Saftladen-Produktion seit 14 Jahren / Baumpflege, Sortenreichtum und Komplettverwertung im Fokus
Salzburger Landeskorrespondenz, 16. October 2020

(LK)  Mitten im Oberpinzgau hat sich in Bramberg am Wildkogel ein echter Hotspot für den Obstbau gebildet. Die Kultivierung alter Sorten und die Pflege der Bäume ist für den Obst- und Gartenbauverein sehr wichtig. Seit 2006 veredelt eine eigens errichtete Obstpressanlage die Früchte zudem zu geschmackvollen Säften. Neben dem klassischen Apfelsaft gesellen sich seit einigen Jahren auch ausgefallene Varianten dazu. Besonders vorbildhaft: Die Nebenprodukte sind alles andere als Abfall, es wird auf Putz und Stingl alles verwendet

„Der Obst- und Gartenbauverein Bramberg fördert nachhaltigen Anbau seit vielen Jahrzehnten. Mit dem Bau der Presse vor 14 Jahren wurde zudem ein attraktives Angebot für Gartler aus dem ganzen Land und dem benachbarten Tirol geschaffen, die regionale Wertschöpfung ist hier stark spürbar. Und was schmeckt denn besser, als der Saft aus heimischen, eigenen Früchten?“, so Landesrat Josef Schwaiger bei seinem Besuch im Oberpinzgau.

Saftiges Programm

Wie vielseitig das Angebot der Natur im Pinzgau ist, zeigen die innovativen Saftkreationen der letzten Jahre: Neben den Äpfeln finden zuletzt auch vermehrt Birnen, Karotten, Trauben und Beeren den Weg in die aromatischen Kartonboxen. Durch kurzzeitiges Erhitzen auf 75 Grad ist der Saft zudem lange haltbar.

Alles wird verwertet

Neben dem Saft als Hauptprodukt verarbeitet die Obstpresse in Bramberg aber auch die Rückstände als Trester. Mit Hilfe einer fortschrittlichen Entfeuchtungstechnologie wird aus Schalen, Putz und Stingl in der Getreidemühle ein Trester-Pulver erzeugt, das als Beigabe Gerichten einen wunderbaren Pfiff verleiht. Sowohl das Pulver als auch der Apfelsaft tragen das SalzburgLand Herkunfts-Zertifikat und stammen somit garantiert aus kleinstrukturierter, familiengeführter Landwirtschaft. „Die Produktion verarbeitet die gesamte Frucht und hinterlässt praktisch keinen Abfall. Gesünder, regionaler und nachhaltiger geht es nicht“, schwärmt Schwaiger. LK_201016_142 (luk/mel)

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