Keine neue Quarantäne geplant

Contact tracing legt Priorität auf positiv Getestete / Statistik zu Infektionszahlen aller Gemeinden
Salzburger Landeskorrespondenz, 21. October 2020

(LK)  „Die Lage ist ernst, die Zahlen steigen, wenn auch unterschiedlich im Bundesland. Die Dynamik ist unvorstellbar“, so fasst Landeshauptmann Wilfried Haslauer die aktuelle Entwicklung der Covid-19 Fallzahlen zusammen. Dennoch scheint im Tennengau der Gipfel überschritten und es ist derzeit nicht geplant, weitere Gemeinden unter Quarantäne zu stellen. 

 

Die sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der neu Infizierten der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner, stieg mit 177 auf den zweithöchsten Wert bundesweit hinter Tirol. Im Vergleich dazu die aktuellen Werte der Bezirke: Tennengau 386, Pongau 273, Flachgau 171, Pinzgau 115, Stadt Salzburg 96 und Lungau 94. Die Statistik Infektionszahlen aller Gemeinden ist als Beilage und zum Download verfügbar. „Ernst und besorgniserregend“ für Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der betont, „dass wir nur eine Entspannung der Lage erreichen, wenn sich alle an die Maßnahmen halten“.
 

Keine weiteren Gemeinden unter Quarantäne

Obwohl sich die Infektionszahlen in einigen Gemeinden weiterhin dynamisch entwickeln, ist derzeit keine weitere Quarantäne für einzelne Gemeinden geplant. „Wir haben heute Großarl sehr intensiv besprochen. Dort ist die Mehrheit der Infizierten unter Quarantäne, die auch von der Polizei überwacht wird. Es werden auch Hotelmitarbeiter durchgetestet und alles darangesetzt, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Weitere Beschränkungen wird es dort derzeit nicht geben. Sollten weitere Quarantänen notwendig sein, haben wir aufgrund der Erfahrungen aus Kuchl etwas mehr Vorlaufzeit und können die Bevölkerung früher informieren“, so Haslauer.

Kontaktpersonenerhebung fordert Behörden enorm

„Die Bezirksverwaltungsbehörden sind derzeit mit dem Contact tracing sehr gefordert und leisten Großartiges“, so der Landeshauptmann und ergänzt: „Natürlich kann es im Einzelfall Verzögerungen geben. Diesen Fällen gehen wir selbstverständlich nach“, betont Haslauer. Das Stammpersonal in den Behörden wurden und werden für die Kontaktpersonenverfolgung verstärkt. LK_201021_32 (mw/sm)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum