Die Mur darf wieder wie früher fließen

Natürlicher Gewässerverlauf, mehr Platz und viele Mäander
Salzburger Landeskorrespondenz, 01. November 2020

(LK)  Zurück zur Natur und zur Ursprünglichkeit – das wird nun bei der Renaturierung der Mur im Lungau umgesetzt. Von den im Land Salzburg zahlreichen gewässerökologischen Projekten soll erstmalig einem Fluss sein ursprünglicher, natürlicher Gewässerverlauf zurückgegeben werden. Der Abschluss ist für Mitte 2021 geplant.

Wenn alles fertig ist, darf die Mur auf einer Länge von rund einem Kilometer dann wieder riesige Schlingen ziehen. „So wird die Lebensader des Lungau für die Menschen wieder zugänglich und für die Pflanzen- und Tierwelt lebenswerter“, blickt Landesrat Josef Schwaiger ein Jahr vor.

Viel Platz zum Mäandern

Das Projekt besteht aus zwei Teilen, ein kleinerer am Sportplatz in St. Michael und ein größerer im Ortsteil St. Martin. Hier wird der Fluss über eine Länge von rund 800 Metern aufgeweitet und Raum zum Mäandern geschaffen. Außerdem werden die Uferbereiche flacher und die Sohlenbreite auf zwölf bis 15 Meter erweitert. Es handelt sich um den Teil zwischen der Murbrücke in der Nähe des Schotterwerks St. Martin und der Brücke, die in Blickrichtung St. Margarethen zum Golfplatz führt. Die Kosten von zirka 1,8 Millionen Euro trägt zur Gänze der Bund.

Gemeinde stellt Grund bereit

Die rund 150 Meter Aufweitung beim Sportplatz schlagen mit etwa 110.000 Euro zu Buche. Die Finanzierung teilen sich Bund (70 Prozent) und die Gemeinde St. Michael (30 Prozent). Die Gemeinde stellt auch den Grund zur Verfügung.

Radeln geht immer

Bis Mitte 2021 sollen beide Maßnahmen fertig sein. Für Radfahrer sollen sich keine Nachteile ergeben. Beim Sportplatz sind sie nicht betroffen. In St. Martin wird der bestehende Weg möglichst lange aufrechterhalten. Erst im Winter, wenn erfahrungsgemäß kaum Radfahrer unterwegs sind, wird der bestehende Weg entfernt. Parallel dazu soll es dann schon die neue Trasse geben. LK_201101_51 (grs/mel)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum