Unterstützung für die Corona-Abstrichteams des Roten Kreuzes

50 arbeitslose Salzurgerinnen und Salzburger bekommen eine neue Chance im Gesundheitsbereich
Salzburger Landeskorrespondenz, 28. October 2020

(HP)  Bis zu zirka 1.200 Tests auf Covid-19 müssen derzeit in Salzburg vom Roten Kreuz an Spitzentagen abgewickelt werden, dabei gilt: Jede Neuinfektion führt zu weiteren Tests, die Herausforderung ist enorm. Die mobilen Teams sind im ganzen Land unterwegs, dazu kommen die Drive-In-Stationen. Jetzt kommt Verstärkung. Das Rote Kreuz Salzburg schult zusammen mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) seit kurzem Arbeitssuchende für die Covid-Testteams um. Die ersten 16 befinden sich bereits in Ausbildung.

 

„Diese Initiative hat in meinen Augen gleich zwei große Vorteile: Die vom AMS vermittelten Personen bekommen einerseits eine neue Chance im Berufsleben und verstärken die Abstrichteams vom Roten Kreuz zugleich bei den heute so wichtigen Testungen im ganzen Land. Und vielleicht kommt ja der eine oder andere auf den Geschmack, im Gesundheitsbereich auch nach der Pandemie weiter zu machen “, so Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl. Ab November sind in allen Landesteilen weitere Ausbildungen geplant. Derzeit machen 16 Personen die Einschulung, ab Mitte Dezember sollen dann insgesamt 50 Salzburgerinnen und Salzburger für diese Tätigkeit ausgebildet sein.

Holzer: „Verstärkung für die Covid-Testteams.“

Auch Anton Holzer, Landesrettungskommandant des Roten Kreuzes Salzburg, weiß wie entscheidend es jetzt ist, mehr Personen in diesem Bereich auszubilden: „Wir suchen laufend nach weiterem Personal für die Covid-Testteams, können damit arbeitslosen Menschen nicht nur einen lang ersehnten Arbeitsplatz bieten, sondern gleichzeitig auch einen wertvollen Dienst an der Gesellschaft ermöglichen.“

Beyer: „Auch ältere Arbeitnehmer als Zielgruppe“

Das Angebot von Arbeitsmarktservice (AMS) und dem Roten Kreuz richtet sich dezitiert an sämtliche Altersgruppen. „Seit Jahren wissen wir, dass Menschen ab 50 es wesentlich schwerer haben, am heimischen Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Unverständlich für mich, denn sie zeichnen sich durch enorme Loyalität, Know-How und auch Flexibilität aus. Das haben die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes bewiesen. Es freut mich sehr, dass wir so rasch dieses tolle Angebot zur Wiedereingliederung übermitteln durften“, betont Jacqueline Beyer, Landesgeschäftsführerin des AMS.

Thomaso: „Eine Herausforderung, aber es erfüllt.“

Zu den Personen, die das Team des Roten Kreuzes unterstützen, gehört auch Renè Thomaso aus Elsbethen. Der 51-jährige arbeitete bis zum heurigen Frühjahr bei einem Taxiunternehmen und war seither arbeitslos: „Ich bin stolz, dass ich diese Umschulung machen kann und damit endlich eine neue, sinnvolle Arbeit gefunden habe. Ich freue mich auf meine Aufgaben und das Rotkreuz-Team, in das ich nun aufgenommen werde“, so Thomaso und er fügt hinzu: „Die Stimmung unter den Kolleginnen und Kollegen ist wirklich großartig. Alle sind mit Begeisterung und Eifer am Lernen und freuen sich über die Berufsausbildung - eine zweite, wichtige Chance im Leben.“

Neue, gut ausgebildete Rettungssanitäter

Egal, ob die Teilnehmer direkt zur Abnahme von Abstrichen oder organisatorisch mitwirken: Alle erhalten die gesetzlich anerkannte Berufsausbildung zum Rettungssanitäter in Theorie und Praxis. „Vielleicht weckt dies ja auch das Interesse für ganz neue Aufgaben im Gesundheitsbereich. Jedenfalls finde ich diese Aktion großartig und ich sehe, dass jeder mit großem Eifer, sowohl bei den Einschulungen als auch unterwegs im ganzen Land, dabei ist“, betont Gesundheitsreferent Stöckl.

Corona-Abstriche in Stadt und Land

Aktuell bedient das Rote Kreuz landesweit drei Drive-In-Stationen: beim Besucherparkplatz des Fußballstadions in Wals, beim Strandbad Erlberg in Zell am See und bei der Straßenmeisterei Schwarzach. Zudem bewerkstelligen zehn mobile Testteams die Abstriche zu Hause. LK_201028_140 (luk/mel)

 

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Redaktion: Landes-Medienzentrum