Verschärfte Schutz-Regelung für gefährdete Gruppen

Besuche in Seniorenwohnhäusern eingeschränkt möglich
Salzburger Landeskorrespondenz, 15. November 2020

(LK)  Aufgrund der stark steigenden Infektionszahlen tritt ab Dienstag, 17. November, der zweite, „harte“ Lockdown österreichweit in Kraft. In allen Bundesländern gelten dann verschärfte Regelungen - auch für Seniorenwohnhäuser sowie für Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Diese beinhalten vor allem Besuchsbeschränkungen und erhöhte Schutzmaßnahmen für das Pflege- und Betreuungspersonal.

„Es gibt jedoch kein absolutes Besuchsverbot in den Salzburger Seniorenwohnhäusern, ein Besuchskontakt pro Woche ist weiterhin möglich“, so Sozialreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, der sich dafür eingesetzt hat. „Der Schutz der Risikogruppen ist zentral. Daher sind Besuchsbeschränkungen notwendig geworden. Nur mit verschärften Maßnahmen haben wir eine Chance, besonders gefährdete Mitmenschen zu schützen“, so Schellhorn und bittet um uneingeschränktes Mittragen der Verordnungen der Bundesregierung.

Die Regeln im Detail

Folgende Schutzmaßnahmen-Verordnung des Sozialministeriums betreffend Seniorenwohnhäuser sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen tritt mit 17. November in Kraft und gilt bis inklusive 6. Dezember im Bundesland Salzburg:

  • Bewohnerinnen und Bewohner dürfen maximal einmal pro Woche von einer Person besucht werden (ausgenommen sind etwa Palliativ- und Hospizbegleitung sowie Seelsorge).
  • Besucherinnen und Besucher müssen ein negatives Testergebnis vorweisen. Wenn kein Testergebnis vorgelegt werden kann, muss eine Maske mit hohem Standard (z.B. CPA) getragen werden.
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen einmal wöchentlich getestet werden. Falls Tests nicht in ausreichenden Mengen verfügbar sind, kann eine Maske mit hohem Standard (z.B. CPA) getragen werden.

153 Bewohner in 19 Einrichtungen betroffen

Mit Stand Sonntag, 15. November, 09.00 Uhr sind derzeit 19 Seniorenwohnhäuser von Infektionen von Bewohnern betroffen. 153 Bewohnerinnen und Bewohner sind positiv auf Covid-19 getestet, davon sind 27 im Krankenhaus, 126 können in den Seniorenwohnhäusern betreut werden. In sieben Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sind 28 Klientinnen und Klienten positiv getestet worden, vier werden im Krankenhaus, 24 in den Einrichtungen versorgt.

Schellhorn: „Träger und Personal leisten Unglaubliches.“

„Die Träger der Seniorenwohnhäuser, der Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sowie die Pflege- und Betreuungskräfte leisten seit Monaten Unglaubliches“, so Schellhorn. Sie alle versorgen und schützen ihre Bewohnerschaft mit größtem Einsatz und höchster Sorgfalt“, so Schellhorn, der sich erneut beim Personal und bei den Trägern bedankt.

Appell zum Zusammenhalten

Abschließend richtet Schellhorn seinen Appell an alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie an die Angehörigen: „Bitte halten Sie die Schutzmaßnahmen und Regelungen ein. Sie schützen damit Ihre Familienmitglieder, Ihre Mitmenschen und sich selbst. Wir müssen auch in den kommenden Wochen mit viel Sorgfalt und Umsicht handeln. Bitte helfen Sie mit, halten wir zusammen. Nur gemeinsam können wir einander schützen.“ 201115_60 (rb/sm)

 

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum