Rasch Gewissheit bei Corona-Verdacht an Schulen

Mobile Teams mit Antigen-Schnelltests verkürzen Wartezeit / Pilotprojekt startet in der Stadt Salzburg
Salzburger Landeskorrespondenz, 16. November 2020

(LK)  Auch in Zeiten von Distance Learning im Lockdown ab Dienstag, 17. November, werden Kinder und Jugendliche an den Bildungsstandorten betreut. Schnelle Gewissheit bei Verdachtsfällen ist hier wichtig. Seit heute ermöglichen zwei mobile Testteams in der Stadt Salzburg eine rasche Klärung vor Ort mit einem Antigen-Schnelltest. „Wir haben erreicht, dass in Salzburg dieses Pilotprojekt des Bundes gestartet und am 7. Dezember dann auf das ganze Bundesland ausgeweitet wird. Das bringt mehr Sicherheit durch schnellere Gewissheit über das Ergebnis. Die notwendigen Maßnahmen können dadurch rascher und präziser getroffen werden“, ist für Landesrätin Maria Hutter klar.

Im Einsatz sind mobile Teams bestehend aus einem Arzt und Sanitätern des Roten Kreuzes, das Bildungsministerium stellt die Schnelltests für die Schulen zur Verfügung. Eine Auswertung im Labor ist nicht nötig, das Ergebnis ist nach wenigen Minuten ersichtlich. Die Durchführung des Schnelltests ist freiwillig. Vorab werden die Erziehungsberechtigten informiert. Bei unter 14-Jährigen ist zusätzlich auch ihre Zustimmung notwendig, über 14 Jahre entscheidet die oder der Jugendliche selber. Das Landes-Medienzentrum (LMZ) hat den Koordinator dieser Schnelltests an Schulen, Helmut Steinkogler vom Roten Kreuz, zum Ablauf befragt:

LMZ: Wie ist die Testung organisiert?

Steinkolger: Heute, Montag, 16. November, starten wir mit dem Pilotprojekt und sind an zwei Standorten in der Stadt Salzburg mit je einem Schularzt und einem Rettungssanitäter stationiert. Wird ein Verdachtsfall von einer Schule gemeldet, fährt das Testteam hin und führt dort die Testungen durch.

LMZ: Wie muss man sich das vor Ort vorstellen?

Steinkolger: Um den Schnelltest durchführen zu dürfen, muss eine Einverständniserklärung der Eltern vorliegen. Das wurde bereits vom Land Salzburg und den Schulen organisiert. Vor Ort wird dann der Schnelltest mit einem Nasen-Rachen-Abstrich gemacht, nach zirka 15 Minuten steht das Ergebnis fest. Ist es positiv, leitet der Schularzt alle weiteren Schritte in die Wege.

LMZ: Wie wurden die Sanitäter dafür vorbereitet?

Steinkogler: Seit Beginn der Pandemie erhalten ausgewählte Rettungssanitäter eine spezielle Schulung zur Abnahme. Durch die Erfahrung der vergangenen Monate wissen sie zudem ganz genau, wie mit den Ängsten und Sorgen rund um die Testung umzugehen ist. Wir sind uns bewusst, dass dies bei Kindern besonders sensibel durchzuführen ist, daher: Wir üben keinen Zwang aus und erklären jeden Schritt ganz genau und natürlich kindgerecht. INT_201116_61 (sm/mel)

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum