Gemeinden nach und nach im Contact-Tracing-Einsatz

Tamsweg als Pilotregion / 114 Gemeinden mit mehr als 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern helfen mit
Salzburger Landeskorrespondenz, 16. November 2020

(LK)  Fast 6.000 aktiv mit dem Corona-Virus infizierte Personen im Bundesland Salzburg, noch einmal so viele Kontaktpersonen. Das Contact Tracing ist durch die enormen Zahlen zur Herkules-Aufgabe geworden. Die Gemeinden helfen nun mit, die Infektionsketten zu unterbrechen. „Wir können die extreme Situation jetzt nur bewältigen, indem wir beim Absondern der positiv getesteten Personen und deren Kontakte in der Verwaltung Hand in Hand arbeiten“, ist für Landeshauptmann Wilfried Haslauer klar.

 

Die Marktgemeinde Tamsweg macht als Pionier den Anfang, nach und nach werden die weiteren Gemeinden folgen. Die Abläufe stehen, die Einschulungen sind großteils abgeschlossen, weitere folgen. 114 Kommunen machen mit, das verstärkt das Team der Contact Tracer im Land Salzburg um mehr als 400 auf nunmehr zirka 700 Personen.

 

Haslauer: „700 Personen nun im Contact Tracing.“

„Es ist und bleibt entscheidend, positiv getestete Personen und deren enge Kontakte möglichst rasch abzusondern, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Die Gemeinden leisten hier wertvolle Hilfe. Denn in den vergangenen Wochen hat das nicht mehr so funktioniert, wie es sein sollte. Das vergrößerte Team der Contact Tracer zusammen mit den verschärften Maßnahmen, die mit sich bringen, dass die Menschen nicht mehr so viele physische Kontakte haben, das macht mich relativ zuversichtlich, dass sich die Infektionslage wieder entspannen wird“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Gappmayer: „Unser Auftrag ist klar.“

Die Marktgemeinde Tamsweg geht als Pilotregion voran, am Montag hat das Contact Tracing hier gestartet. „Sehr intensive Tage liegen hinter uns“, schildert Bürgermeister Georg Gappmayer, doch „der Auftrag des Landeshauptmanns war klar und notwendig. Die Mitarbeiter in der Tamsweger Gemeindeverwaltung haben sich sofort zur Unterstützung bereiterklärt“, so Gappmayer, und er stellt fest: „Wenn wir uns jetzt alle gemeinsam anstrengen, dann haben wir eine gute Chance für die Weihnachtszeit und den Wintertourismus.“

Rohrmoser: „Echtbetrieb ist angelaufen.“

Zuversichtlich ist die Lungauer Bezirkshauptfrau Michaela Rohrmoser: „Wir hoffen schon, dass wir jetzt in kürzerer Zeit eine größere Menge abarbeiten können. Heute sind wir bereits im Echtbetrieb. In der Vorwoche wurden die inhaltlichen Schulungen durchgeführt, damit alles rechtlich korrekt und reibungslos abläuft“, berichtet die Behördenleiterin und blickt nach vorne: „Im Lungau haben wir momentan eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1.000. Wir erwarten, dass mit den strengen Kontaktbeschränkungen die Zahlen zurückgehen, dann wird sich auch die Lage beim Contact Tracing entspannen, denn jeder Infizierte hat dann weniger enge Kontakte.“ LK_201116_60 (sm/mel)

Mehr zum Thema

 

Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum