Schulterschluss der Länder zur Covid-19-Bekämpfung

Gesundheitsreferentenkonferenz unter Salzburger Vorsitz
Salzburger Landeskorrespondenz, 18. November 2020

(LK)  Salzburg hat am kommenden Freitag wieder den Vorsitz der Gesundheitsreferentenkonferenz. Diese wird aufgrund der Coronasituation als Videomeeting abgehalten, auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober wird sich zuschalten. „Die Bekämpfung der Pandemie ist und bleibt bestimmendes Thema. Wir sind in einer Situation, die so noch nie dagewesen ist. Es geht darum, die Gesundheitsversorgung für alle aufrechtzuerhalten und noch leistungsfähiger sowie krisensicherer zu machen“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl, der am Freitag den Vorsitz führt.

„Die Corona-Pandemie möglichst rasch zu bekämpfen und die Menschen auch in dieser heiklen Situation bestmöglich zu versorgen sowie zu schützen, ist eine extreme Herausforderung. Diese kann nur durch eine gute und sehr enge Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern sowie den Partnern in diesem Bereich bewältigt werden“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl einmal mehr den notwendigen Zusammenhalt im ganzen Land.

Länder fordern verbindliche Impfstrategie

Große Hoffnungen werden auf einen Impfstoff gegen Covid-19 gesetzt, verfügbar ist er derzeit noch nicht. „Trotzdem braucht es eine gute und exakte Vorbereitung der Impfung. Wir müssen jetzt schon in die Zukunft schauen und Pläne entwickeln, damit wir sie zum gegebenen Zeitpunkt in der Tasche haben. Die Länder fordern deshalb auf Basis eindeutiger rechtlicher Vorgaben seitens des Bundes, insbesondere was die Reihenfolge der Impfung der jeweiligen Zielgruppe anbelangt, eine präzise und verbindliche Planung für eine Pandemieimpfung unter Einbeziehung der Bundesländer“, so Gesundheitsreferent Stöckl.

Spitalspaket und Ausgleichszahlungen

Die Länder werden in dieser Konferenz noch einmal die notwendige finanzielle Unterstützung der Spitäler seitens des Bundes bekräftigen. „Die Landesgesundheitsfonds beziehungsweise die Länder haben dafür gesorgt, dass auch unter den Pandemie-Bedingungen die medizinische und pflegerische, aber auch die soziale Versorgung der Bevölkerung zuverlässig finanziert wurde – und sie werden das auch in Zukunft tun müssen. Dafür braucht es entsprechende Ausgleichszahlungen und Lösungen für die Zukunft“, bekräftigt Stöckl.

Situation schweißt die Länder zusammen

Die Landesgesundheitsreferentenkonferenz behandelt am Freitag auch Themen abseits von Corona, „wobei diese verständlicherweise nicht losgelöst davon betrachtet werden können“, sagt Christian Stöckl. Dies betrifft unter anderem die Digitalisierung im medizinischen Bereich, die Versorgung mit Medikamenten und medizinischer Ausrüstung, das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz, die Weiterentwicklung des öffentlichen Gesundheitsdienstes oder entsprechende Maßnahmen in der Pflege. „Die Herausforderungen sind enorm, der Wille der Zusammenarbeit zwischen den Ländern so gut wie schon lange nicht mehr. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns auf ein entsprechendes Maßnahmenpaket einigen werden“, so Stöckl. LK_201118_30 (mw/mel)

Medienrückfragen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, Mobil: +43 664 8921060, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum