Kreative Ideen mit Kinderrechtspreis ausgezeichnet

Projekte verschaffen jungen Menschen auch in Zeiten der Pandemie verstärkt Gehör / Heuer erstmals online vergeben
Salzburger Landeskorrespondenz, 20. November 2020

(LK)  Die Gewinnerinnen und Gewinner des 8. Salzburger Kinderrechtspreises stehen fest: Ausgezeichnet wurden heuer Projekte der Kinderbildungseinrichtungen Grödig, der BAFEP Bischofshofen und einer Gruppe von Volksschülern in Grödig. Die siegreichen Themen waren Spiel- und Lern-Ideen während des Lockdown, kreative Materialien rund um die Vermittlung von Kinderrechten und die Klimakrise.

„Dieses Jahr hatte der Preis eine besondere Dringlichkeit“, waren sich Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn und Landesrätin Andrea Klambauer einig. „In Zeiten der Pandemie finden junge Menschen noch weniger Gehör als sonst, und ihre Rechte werden noch weniger beachtet. Umso wichtiger ist es jetzt, darauf aufmerksam zu machen und jene auszuzeichnen, die sich für die Kinderrechte aktiv und kreativ engagieren.“

Gemeinsame Spiel-Ideen auch während des Lockdown

Der Preis wurde heuer in drei Kategorien verliehen. Bei „Institutionen und Vereine“ gewann der Blog der Kinderbildungseinrichtungen Grödig. Durch ihn konnten Kids und ihre Eltern auch während des Lockdown auf Ideen für Spiele, Bewegung und Lernen zugreifen. Auf dem geteilten zweiten Platz landeten die Ambulanz für Lernstörungen von Pro Mente Salzburg und SoriNaTu, ein Verein für Kinderhilfe in Ghana. Den dritten Platz konnte das Chat-Angebot der kids-line für sich verbuchen, den vierten die „Lesepat*innen“, ein Projekt der Bildungsdirektion Salzburg, eingereicht vom Literaturhaus.

Trotz schwieriger Umstände zahlreiche Einreichungen

Stadträtin Anja Hagenauer betonte: „Der Preis zeigt, wie viel hier in Salzburg getan wird. Trotz der schwierigen Umstände gab es sehr viele Einreichungen. Aus Sicht der Stadt Salzburg ist jedes Projekt einzigartig und hätte einen Preis verdient.“

Kinderrechte kreativ vermittelt

In der Kategorie „Schulen und Schüler*innen“ gewann das Projekt „Kinderrechte im Kindergarten“ der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik Bischofshofen. Hier haben Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte der 3. Klasse kreative und umfangreiche Materialien zum Thema Kinderrechte für den Kindergarten zusammengestellt. Den zweiten Platz belegt das „Praxistagebuch mit allen Sinnen“ von Anna Langbrandtner und Ava Maria Bauer den zweiten Platz. In einem Praktikum entwickelten die beiden Studentinnen ein Tagebuch für ein Mädchen mit Cerebralparese, das alle Sinne ansprechen und aktivieren sollte.

Preis für mutigen Einsatz gegen die Klimakrise

Zusätzlich gab es dieses Jahr den Sonderpreis „Mutig, couragiert, nachhaltig!“ zum Thema Klimakrise. Den ersten Platz erhielt die Klima-Demo einer Gruppe von Volksschülerinnen und -schülern in Grödig. Sie setzten sich mutig und couragiert für den Erhalt von Bäumen ein. Platz zwei ging an das Projekt der „Naturhelfer“, die in kürzester Zeit 120 Lärchen pflanzten.

Kinderrechte müssen auch gelebt werden

„Alle ausgezeichneten Projekte zeigen die Bandbreite der Rechte von Kindern und Jugendlichen auf. Das ist auch für uns ein Auftrag, Sorge zu tragen, dass diese in unserem Bundesland nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch gelebt werden“, sind sich Klambauer und Schellhorn einig und gratulierten allen Preisträgern.

7000 Euro zum Tag der Kinderrechte

In ihrer achten Ausgabe fand die gestrige Preisverleihung erstmals online statt. Der Preis ist mit 7000 Euro dotiert und wird anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte am 20. November von akzente, der Kinder- und Jugendanwaltschaft kija und dem Verein Spektrum durchgeführt. Ermöglicht wird die Vergabe durch Land und Stadt Salzburg, Sozialministeriumservice, Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer Salzburg, Europark, Salzburger Sparkasse und dem Verein zur Förderung der Kinderrechte. LK_201120_51 (grs/mw)

Diese Meldung wurde am Freitag, 20. November 2020, um 14.30 Uhr ergänzt.

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Redaktion: Landes-Medienzentrum