Massentests: Annaberg-Lungötz macht den Anfang

Am 1. und 2. Dezember ist die Bevölkerung der Tennengauer Gemeinde zur Teilnahme aufgerufen / Interview mit Bürgermeister Martin Promok
Salzburger Landeskorrespondenz, 27. November 2020

(LK)  Im Dezember finden in ganz Österreich Corona-Massentests statt. Den Anfang macht die kleine Tennengauer Gemeinde Annaberg-Lungötz. Am 1. und 2. Dezember wird in den Feuerwehrhäusern getestet. „Indem wir die besonders betroffene Gemeinde Annaberg-Lungötz vorziehen, sammeln wir wertvolle Erfahrung für die landesweite Durchführung und erhalten dort frühzeitig mehr Gewissheit über den tatsächlichen Stand der Infektionen, um das Virus bestmöglich einzudämmen“, erläutert Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Die Schnelltests finden am 1. Dezember im Feuerwehrhaus Annaberg und am 2. Dezember im Feuerwehrhaus Lungötz jeweils von 8 bis 18 Uhr statt. Dort kann man ohne Anmeldung teilnehmen, Lichtbildausweis und e-card nicht vergessen. Unmittelbar nach dem Covid-19-Schnelltest kann man wieder nach Hause gehen. Bei einem positiven Ergebnis wird man zeitnahe telefonisch informiert und bekommt für denselben Tag einen zweiten Testtermin ab 19 Uhr. Über dieses zweite Ergebnis wird man aktiv von der Gesundheitsbehörde informiert. An den Tests teilnehmen können alle ab dem vollendeten zehnten Lebensjahr und auf Wunsch der Eltern auch jüngere Kinder.

Negativer Test ist kein Freischein

Durch die Inkubationszeit kann ein Corona-Test nur eine Momentaufnahme sein, daher ist ein negatives Ergebnis zwar eine gute Nachricht, aber keine langfristige Garantie. Daher appellieren die Experten die Hygieneregeln wie Hände waschen oder desinfizieren, Abstand halten und Maske tragen, möglichst wenige Leute treffen weiter einzuhalten. Alle Fragen und Antworten zu den Testungen in Annaberg-Lungötz: www.salzburg.gv.at/annaberg

Intensive Vorbereitungen

Das Landes-Medienzentrum (LMZ) hat Bürgermeister Martin Promok bei den Vorbereitungsarbeiten erreicht.

LMZ: Herr Bürgermeister, Ihre Gemeinde ist die erste in Österreich, in der Massentests in dieser Form stattfinden. Wie gut sind Sie vorbereitet?

Promok: Es ist eine Riesenaufgabe, die wir innerhalb kürzester Zeit stemmen müssen. Inzwischen haben wir mit den Feuerwehrhäusern die für die Durchführung nötigen Gebäude vorbereitet und arbeiten im Moment intensiv an der Logistik von Verpflegung bis ausreichend Abständen in den Innenräumen.

LMZ: Es müssen viele mithelfen. Wie läuft die Zusammenarbeit in der Gemeinde?

Promok: In einer kleinen Gemeinde wie unserer, wo praktisch jeder jeden kennt, ist der Zusammenhalt groß. Feuerwehr und Rotes Kreuz leisten hier Großartiges, die Vereine helfen bei der Informationsweitergabe. Alle wollen, dass es möglichst reibungslos klappt.

LMZ: Wie schätzen Sie die Teilnahme ein?

Promok: Die Tests sind freiwillig und kostenlos. Je mehr sich testen lassen, umso rascher können unwissend Infizierte keine weiteren Personen mehr anstecken. Ich zähle auf eine große Bereitschaft. INT_201127_60 (sm/mel)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum