1.148 Personen nahmen am Corona-Test in Annaberg-Lungötz teil

Wichtige Erkenntnisse für den Massentest Mitte Dezember
Salzburger Landeskorrespondenz, 02. December 2020

(LK)  Als erste österreichische Gemeinde hat Annaberg-Lungötz an den vergangenen beiden Tagen Corona-Massentests der Bevölkerung durchgeführt. „Organisation und Ablauf waren sehr erfolgreich. Es ist nun klar, wie in den anderen Gemeinden am Testwochenende von 11. bis 13. Dezember vorgegangen wird“, zogen Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Bürgermeister Martin Promok Bilanz.

Getestet wurde am Dienstag im Ortsteil Annaberg und heute, Mittwoch, in Lungötz. In Annaberg ließen sich 653 Personen testen, bei zwei davon war der Schnelltest positiv. In Lungötz waren bis heute, 18.00 Uhr, 270 Personen beim Test, niemand hatte ein positives Ergebnis. Zudem traten gestern weitere sechs positive Fälle auf, die aufgrund von Symptomen nicht zum Massentest kamen, sondern auf herkömmlichem Weg getestet wurden.

Testungen auch bei Kaindl

An einer am 1. Dezember zusätzlich durchgeführten Schnelltestung bei der Firma Kaindl, dem größten Betrieb im Ort, nahmen insgesamt 225 Personen teil, von denen viele auch aus Annaberg-Lungötz kommen. Daraus ergab sich ein positives Ergebnis. Damit nahmen in Annaberg-Lungötz insgesamt 1.148 Personen am Schnelltest teil. Von diesen Antigen-Tests waren drei positiv. Zwei davon wurden mittels Zweittest bestätigt und einer nicht. Somit ergaben die Tests in der Gemeinde inklusive der gestern über die „Gesundheits-Hotline 1450“ getesteten Gemeindebürger acht positive Ergebnisse. Auf Basis der Einwohner über 16 Jahre, das waren 1.852 mit Stichtag 1. Jänner 2020, entspricht das einer Gesamtbeteiligung von 62 Prozent. 85 Personen durften nicht zum Test kommen, weil sie sich derzeit als aktiv Infizierte oder Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne befinden.

Wichtige Erkenntnisse für 11. bis 13. Dezember

„Alles in allem hat das Zusammenspiel zwischen Gemeinde, Einsatzorganisationen, Bezirkshauptmannschaft und Land Salzburg perfekt funktioniert, kleine Adaptierungen werden noch vorgenommen“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Eine Erkenntnis ist auch, dass als Bezugszahl jene der Bevölkerung ab 16 Jahre am besten geeignet ist, um die Beteiligung zu messen. Ab diesem Alter hat der Probelauf in Annaberg eine aktive Teilnahme der Gemeindebürger gezeigt. Alle Salzburgerinnen und Salzburger ab dem 16. Lebensjahr werden als Hauptzielgruppe in den kommenden Tagen für die Massentestung angesprochen werden. Natürlich können auch Jüngere weiterhin am Test teilnehmen. „Klar ist auch, dass ein Negativ-Ergebnis eine Momentaufnahme ist. Die bekannten Hygieneregeln – Abstand halten, Mund-Nasen-Schutz verwenden und regelmäßig gründlich Hände waschen oder desinfizieren sowie alle weiteren Maßnahmen wie die Ausgangsbeschränkungen – sind nach wie vor zu beachten“, erinnert Bürgermeister Promok.

Die Entwicklung in Annaberg-Lungötz

Den ersten Corona-Fall gab es in Annaberg-Lungötz erst vergleichsweise spät am 10. April 2020, den zweiten einige Monate später am 18. September, insgesamt von März bis Oktober nur zehn Fälle. Ab Anfang November sind die Fallzahlen jedoch kontinuierlich gestiegen. In Summe gab es im November 138 Neuinfektionen, die meisten am 12. und 20., nämlich jeweils 16, die Sieben-Tages-Inzidenz stieg auf maximal 2.700. Mit heutigem Stand (8.30 Uhr) gibt es 37 aktive Fälle, die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 986.

Haslauer: „Generalprobe bestanden.“

Landeshauptmann Wilfried Haslauer dankt nach dem Abschluss der Testung in Annaberg-Lungötz vor allem den Mitgliedern von Feuerwehr, Rotem Kreuz und der Gemeinde für ihren Einsatz sowie den Bürgerinnen und Bürgern für die Teilnahme. „Es ist wichtig, infizierte Personen ohne Symptome zu entdecken und so die Infektionsketten zu unterbrechen. Das muss uns allen auch von 11. bis 13. Dezember klar sein“, so Haslauer.

Holzer: „Alles im Echtbetrieb durchgeführt.“

Zufrieden mit dem reibungslosen Testablauf ist Landesrettungskommandant Anton Holzer: „Es war für uns sehr hilfreich, alles im Echtbetrieb durchzumachen. Wir sind mit dem Ablauf und der Umsetzung in Annaberg-Lungötz sehr zufrieden. Diese Massentestung hat reibungslos funktioniert, und die eingesetzten Rotkreuzhelfer waren für diese Größenordnung ausreichend“, sagt Holzer und fährt weiter fort: „In Hinblick auf die landesweiten Massentestungen werden wahrscheinlich kleine Anpassungen aufgrund der Örtlichkeiten nötig sein, aber das Konzept hält.“

Trinker: „Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert.“

Die Freiwillige Feuerwehr hat die Tests ebenfalls tatkräftig unterstützt und die Feuerwehrhäuser zur Verfügung gestellt: „Die Mitglieder der Feuerwehren waren beim Auf- und Abbau der Teststraßen und während dem Testbetrieb als Ordner und bei der Registrierung mit zehn Personen im Einsatz. Aus Sicht der beteiligten Feuerwehren hat die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Roten Kreuz sehr gut funktioniert“, zieht Landesfeuerwehrkommandant Günter Trinker eine abschließende Bilanz. LK_201202_61 (rb/fw)

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