Testabstrich: „Es tut nicht weh, geht schnell und schützt andere“

Maximilian Archam vom Roten Kreuz hat mehr als 5.000 Abstriche genommen / Reportage über den Zivildiener aus St. Johann
Salzburger Landeskorrespondenz, 11. December 2020

(LK)  Ab heute wird in der Stadt Salzburg auf das Corona-Virus getestet, am Samstag und Sonntag sind dann auch die Landgemeinden an der Reihe. Maximilian Archam ist so etwas wie ein „Profi-Abstreicher“. Der 19-Jährige ist Zivildiener beim Roten Kreuz in St. Johann und damit einer von mehr als 6.000 Helfern von Einsatzorganisationen, Gemeinden, Bezirkshauptmannschaften und Katastrophenschutz des Landes. Die Abstriche werden ausschließlich von medizinischem und geschultem Personal genommen. Im Interview mit dem Landes-Medienzentrum (LMZ) sagt Archam ganz klar: „Es tut nicht weh und es geht schnell. Außerdem ist es kostenlos, und so kann man Freunde und Verwandte schützen.“

Seit Mai ist Maximilian Archam Zivildiener und gehörte nach einer umfassenden Schulung bald zum Corona-Test-Team des Roten Kreuzes. „Inzwischen habe ich sehr viel Erfahrung gesammelt. Ungefähr komme ich auf zirka 5.000 Abstriche, die ich schon gemacht habe. In Seniorenwohnhäusern, bei den mobilen Teams, im Drive-In, auch in Annaberg-Lungötz Anfang Dezember war ich dabei“, erzählt der 19-Jährige, der auch nach dem Zivildienst als Freiwilliger die richtige Jacke anbehalten wird.

Maximilian Archam: „Jede Nase ist anders.“

Da viele Salzburgerinnen und Salzburger noch nie testen waren, ist es neu für sie, aber Maximilian beruhigt: „Es ist ein wenig unangenehm, aber es tut nicht weh. Jede Nase ist anders, so wie die Menschen eben auch, aber mit Ruhe und Erfahrung geht es. Ich rede dann immer die ganze Zeit während des Abstrichs, das lenkt die Leute ab, und schon ist es vorbei“, schmunzelt er und fügt hinzu: „Dass manchmal die Tränen kommen, ist ganz normal, weil man hinten im Rachenraum die Drüsen reizt.“ An diesem Wochenende werden so genannte Nasen-Rachen-Abstriche genommen. Das heißt, dass das dünne Stäbchen zur Entnahme der Flüssigkeit durch die Nase hinten in den Nasenrachenraum geführt wird. „Bei den Schnelltests ist das die Methode, die der Hersteller vorgibt“, weiß der „Profi-Abstreicher“.

„Es gibt keinen guten Grund, nicht hinzugehen“

Der gelernte Mechatroniker wird am Sonntag in Schwarzach im Einsatz sein und die Schnelltests auf das Corona-Virus durchführen. „Ich bin froh, Teil der Aktion zu sein und sehe keinen Grund, nicht hinzugehen. Gerade jetzt vor Weihnachten ist es gut, Bescheid zu wissen, ob man womöglich unwissend infiziert ist und andere anstecken könnte. Es ist kostenlos, unkompliziert und in jeder Gemeinde möglich. Außerdem geht es schnell“, appelliert Maximilian, die Gelegenheit zu nützen. REP_201211_70 (mel/grs)

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Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum