Heute testen der Pinzgau und Lungau auf das Corona-Virus

Seit 8.00 Uhr stehen 85 Testlokale zur Verfügung / Ein Blick in die Gemeinden
Salzburger Landeskorrespondenz, 12. December 2020

(LK)  Insgesamt 218 Teststraßen sind heute noch bis 18.00 Uhr in den beiden südlichsten Bezirken Salzburgs in Betrieb, und jeder, der einen Teil zur Eindämmung der Pandemie beitragen will, kann dort ohne Anmeldung hinkommen und sich unkompliziert testen lassen. Wir haben die Bürgermeister gefragt, wie der erste Testvormittag in den Landgemeinden verläuft. Ein Blick ins Land und mit einem Fazit, das schon vorher feststeht: „Der Zusammenhalt in den Gemeinden sowie das Hand in Hand gehen mit den Einsatzorganisationen und den Behörden, das kennt Salzburg und das kann Salzburg“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

In 23 Testlokalen im Lungau und 62 im Pinzgau herrscht seit heute früh 8.00 Uhr reger Betrieb. Nachdem sich die Teams vor Ort als erstes auf Covid-19 testen ließen, kamen schon die ersten Teilnehmer. Durchwegs positive Rückmeldungen kommen von den Bürgermeistern, die noch einmal gemeinsam aufrufen, „einfach vorbeizukommen und sich testen zu lassen. Es ist schnell erledigt. Der Nutzen für die Allgemeinheit ist hingegen groß.“

Andreas Wimmreuter, Zell am See: „Unterstützung von allen Seiten.“

In der Pinzgauer Bezirkshauptstadt Zell am See nutzt man die Erfahrungen aus vorangegangenen Testungen. „Ein Zeller Milizoffizier des Bundesheeres hat schon vergangene Woche bei den Lehrertests zentral mitgewirkt. Seine Expertise hat uns in der Vorbereitung perfekt unterstützt. Zusammen mit über 80 Personen von Gemeinde, Rotem Kreuz, Feuerwehr und Wasserrettung freuen wir uns heute auf möglichst viele Teilnehmer in allen drei Testlokalen“, so Bürgermeister Andreas Wimmreuter.

Erich Rohrmoser, Saalfelden: „Leicht verhaltener Start.“

„Leicht verhalten“ ist Saalfelden laut Bürgermeister Erich Rohrmoser in den Testtag gestartet. „Es ist kein Run, aber es läuft einigermaßen“, so Rohrmoser. Knapp 600 Personen ließen in den ersten zwei Stunden Abstriche machen. Die meisten Leute gingen bisher zum gut erreichbaren Testlokal in der HTL und zu Stationen mit nahen Einkaufsmöglichkeiten. Die Pinzgauer Stadtgemeinde bietet insgesamt knapp 30 Teststraßen in zehn Testlokalen, davon ein Drive-In am Wirtschaftsbauhof. Eine zentrale Stelle unter der Leitung von Katastrophenschutzreferent Hans-Peter Heugenhauser koordiniert die mehr als 200 Einsatzkräfte von Gemeinde, Rotem Kreuz, Feuerwehr, Bergrettung und Wasserrettung.

Alois Hasenauer, Saalbach-Hinterglemm: „Freuen uns über alles Negative.“

Alois Hasenauer, Bürgermeister von Saalbach-Hinterglemm, war heute schon testen und bringt die schwierige Lage einer Tourismusgemeinde auf den Punkt: „Es ist zur Zeit nicht leicht, aber wir bleiben negativ und damit positiv. Und wir sind uns natürlich bewusst, dass dies eine Momentaufnahme ist“, sagt Hasenauer mit einem Augenzwinkern. In der Tennishalle in Hinterglemm ist alles aufgebaut, noch bis 18 Uhr haben die Glemmtaler hier die Möglichkeit, ihren Corona-Status zu erfahren. „Und wenn wir das geschafft haben, freuen wir uns auf den 24. Dezember. Nicht nur, weil das Christkind kommt, sondern auch weil die Lifte aufsperren und wir es kaum noch erwarten können“, so Hasenauer.

Hannes Lerchbaumer, Uttendorf: „Nur die Stimmung ist ‚positiv‘.“

In Relation zur Bevölkerung sehr gut angenommen werden die freiwilligen Tests in der kleinen Gemeinde Uttendorf. Hier waren die Teststraßen gleich zu Beginn um 8 Uhr gut besucht. „Das haben wir durch die super Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und der Feuerwehr sehr gut bewältigt“, berichtet Bürgermeister Hannes Lerchbaumer. Die Gemeinde stellt sechs Teststraßen zur Verfügung. Rund 200 ließen in den ersten eineinhalb Stunden einen Abstrich nehmen. Auch die Stimmung passt: „Die Leute sind geduldig und positiv – im Gemüt natürlich, nicht getestet“, so Lerchbaumer.

Florian Juritsch, Unken: „Kostenloser Shuttle-Dienst.“

Ähnliches berichtet Bürgermeister Florian Juritsch aus Unken: „Die Möglichkeit wird sehr gut angenommen.“ In den drei Teststraßen auf dem Gelände des Alpenbades wurden in eineinhalb Stunden seit Beginn um 8 Uhr schon rund 180 Personen getestet, der Zulauf reißt nicht ab. „Die Rückmeldungen reichen von neutral bis sehr gut. Und viele sagen auch: Danke, dass ihr das macht“, so Juritsch, der auf den kostenlosen Shuttle-Dienst der Gemeinde hinweist.

Andreas Fanninger, Unternberg: „Top informiert auf allen Kanälen.“

In der Lungauer Gemeinde Unternberg setzt man auf einen besonderen Vorteil für eine hohe Testbeteiligung. „Unternberg hat nur knapp über 1.000 Einwohner. Unsere Bürgerinnen und Bürger kennen sich untereinander sehr gut und animieren sich deshalb gegenseitig hinzugehen. Neben einem Postwurf mit allen Formularen und Informationen haben wir zusätzlich noch über E-Mail und die dorfeigene Whatsapp-Gruppe zum Testen aufgerufen“, erzählt Vizebürgermeister Andreas Fanninger, der den Bürgermeister und Polizisten in Dienst Peter Sagmeister vertritt.

Manfred Sampl, St. Michael: „Die Gemeinde hält zusammen.“

In St. Michael im Lungau zieht Bürgermeister Manfred Sampl ein positives erstes Zwischenfazit: „Unsere drei Testlokale sind bestens besucht, innerhalb von zwei Stunden haben wir schon an die 250 Abstriche nehmen können. Geholfen hat sicherlich auch das gemeinsame Rundschreiben aller Gemeinderatsfraktionen, das unsere Bauhofmitarbeiter persönlich an alle Haushalte verteilt haben.“

Georg Gappmayer, Tamsweg: „Schnell und sicher.“

Auch im Lungauer Bezirkshauptort Tamsweg herrscht seit der Öffnung des Testlokals reges Treiben. „Als besonderen Service haben wir unseren Bürgerinnen und Bürgern die Zustimmungserklärung per Post mitgeschickt, so kann der Test noch schneller, sicherer und unkomplizierter ablaufen. Insgesamt sorgen rund 70 Personen im Vorder- und Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf“, berichtet Bürgermeister Georg Gappmayer. LK_201212_30 (mw/luk/grs/mel)

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