Wieder Hunderte Ölkessel in Salzburg weniger

Aktion „Raus aus dem Öl“ spart auch heuer Millionen Liter fossiler Energie
Salzburger Landeskorrespondenz, 23. December 2020

(LK)  Schritt für Schritt wird Salzburg alte Ölheizungen los und ersetzt sie durch umweltfreundliche Alternativen. Auch heuer wurden wieder Hunderte Kessel über die Aktion „Raus aus dem Öl“ entfernt und dadurch Millionen Liter fossiler Energie eingespart. „Das gesamte Budget wurde ausgeschöpft. Die zusätzlich benötigten Mittel konnten wir ebenso bereitstellen“, bilanziert Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn über das Jahr 2020 erfreut.

Heuer wurden für 370 Förderfälle Bundes- und Landesgelder in der Höhe von insgesamt mehr als 2,2 Millionen Euro ausbezahlt. Dazu kommen noch einmal rund 1,4 Millionen Euro rein aus Landesförderungen. Getauscht wurden heuer 442 Anlagen über die gemeinsame Aktion mit dem Bund. Das erspart rund 95.000 Tonnen CO2. Hinzu kommen 26 Anlagen, die nur auf die Landesförderung zurückzuführen sind. Insgesamt sind das 468 Ölkessel und rund 1,6 Millionen Liter Heizöl weniger. Dazu kommen noch zusätzliche Kesseltäusche, die über die Wohnbauförderung unterstützt wurden.

Investitionen in nachhaltige und Zukunft

„Immer mehr Salzburgerinnen und Salzburger, Betriebe und Gemeinden schließen sich unserer Aktion ‚Raus aus dem Öl‘ an und investieren in eine nachhaltige und ressourcenschonende Zukunft. Wir unterstützen sie dabei mit Förderungen und Beratung“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

Mehr als 10.000 Euro für umweltfreundliche Heizsysteme

Die Förderhöhe wird auch im neuen Jahr gleichbleiben, und zwar bis 11.520 Euro für Hackgutanlagen und 10.020 Euro für Pelletsheizungen und Nahwärme. Davon kommen 5.020 Euro vom Land.

Noch rund 45.000 Ölheizungen in Salzburg

In Österreich gibt es, mit Stand September 2020, noch rund 600.000 Ölheizungen, etwa 45.000 davon in Salzburg. „Klimaschutz beginnt in unserem unmittelbaren Lebensraum, im eigenen Haushalt, in den Gemeinden und Regionen. Je besser es uns gelingt, hier Akzente zu setzen und in eine nachhaltige Zukunft zu investieren, desto lebenswerter und zukunftsfitter wird Salzburg“, so Schellhorn.

Niedrige Zinsen verstärken Investitionsfreudigkeit

Generell gebe es durch die niedrigen Zinsen eine verstärkte Investitionsfreudigkeit, erklärt Schellhorn: „Die Förderung wird gut angenommen. Mit der Aktion machen wir den Menschen den Umstieg auf erneuerbare Energien schmackhaft. Mehr wäre natürlich immer noch besser und würde schneller zum Erreichen der Klimaziele beitragen. Aber wir freuen uns über jeden Schritt den wir machen.“

So läuft die Förderung ab

Am Beginn sollte eine kostenlose und produktneutrale Beratung durch die Energieberatung Salzburg stehen. Zudem gibt es die Energieberatung SMART, die online durchgeführt werden kann. Für Betriebe und Gemeinden ist eine Beratung durch das umwelt service salzburg für die Förderung notwendig. Registrieren kann man sich dann unter www.raus-aus-oel.at. LK_201223_51 (grs/mw)

Mehr zum Thema

Medienrückfragen: Judith Schwaighofer, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4831, Mobil: +43 664 8565415, E-Mail: judith.schwaighofer@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum