Großer Schritt nach vorne bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Starker Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten: Fast 1.000 zusätzliche Plätze in Salzburg / Sehr guter Wert bei Kinder pro Fachkraft
Salzburger Landeskorrespondenz, 30. December 2020

(LK)  Bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelang für die laufende Saison wieder ein großer Schritt nach vorne: Die Betreuungsmöglichkeiten wurden stark ausgebaut. Es gibt fast 1.000 zusätzliche Plätze im Vergleich zum Vorjahr. Und mit durchschnittlich acht betreuten Kindern pro Fachkraft weist der Schlüssel einen sehr guten Wert auf.

„Wir bauen die Plätze für die Kinderbildung und -betreuung stetig, rasch und bedarfsgerecht aus“, bilanziert Landesrätin Andrea Klambauer. Weiters positiv ist „die Bereitschaft der Gemeinden, die Einrichtungen in den Sommermonaten verstärkt offenzuhalten. Das hat vor allem im heurigen Sommer vielen Eltern ihre berufliche Tätigkeit ermöglicht. Das Angebot in den Ferien soll auch in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. So wird den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht.“

Mehr Angebot für voll Berufstätige

Für das laufende Kinderbetreuungsjahr von Herbst 2020 bis Sommer 2021 wurden 975 zusätzliche Plätze geschaffen. Die Zahl der Einrichtungen mit Betreuungsangebot für Vollzeit-Berufstätige ist um ein Drittel auf mehr als 40 Prozent der Gesamtzahl gestiegen.

Erstmals freie Plätze statt Wartelisten

Aktuell werden 22.183 Kinder in institutionellen Einrichtungen betreut. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 335 (1,5 Prozent). Die Anzahl der genehmigten Plätze ist von 24.124 auf 25.099 (plus 975) gestiegen. Das zeigt, dass vor der Coronavirus-Pandemie von einem deutlich höheren Bedarf an Plätzen ausgegangen wurde. Aufgrund der Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt hat sich der zusätzliche Bedarf abgeschwächt. Damit gibt es in vielen Einrichtungen erstmals freie Plätze statt Wartelisten.

Zehn-Jahres-Vergleich: Anzahl betreuter Kinder um 20 Prozent mehr

Im Zehn-Jahres-Vergleich hat sich die Anzahl der betreuten Kinder um 3.744 oder 20,3 Prozent erhöht. In Kleinkindgruppen werden 2.584 (plus 156) betreut, 14.598 in Kindergärten (plus 173), 3.016 in alterserweiterten Gruppen (plus 111), 962 in Horten (plus 31), 68 in Volksschulkindgruppen im Kindergarten (plus neun) und 955 in Schulkindgruppen (minus 145). Bezogen auf das Alter besuchen 3.933 unter Dreijährige (plus 224), 15.834 Drei- bis unter Sechsjährige (plus 246), 2.162 im Alter von sechs bis unter zehn Jahren (minus 136) und 254 Zehn- bis unter 15-Jährige (plus eins) eine institutionelle Betreuungseinrichtung. Der Rückgang bei der Zahl von Schülerinnen und Schülern in Tagesbetreuungseinrichtungen ist auf den Ausbau der Ganztagsschulen zurückzuführen.

Auch Anzahl der Einrichtungen gestiegen

Es gibt heuer 609 Betreuungseinrichtungen (plus 14), davon 167 Kleinkindgruppen (plus elf), 238 Kindergärten (plus eins), 142 alterserweiterte Gruppen (plus drei), 21 Horte (plus eins), acht Volksschulkindgruppen im Kindergarten und 33 Schulkindgruppen (minus zwei), die mindestens 30 Wochen pro Jahr, mindestens vier Tage pro Woche und mindestens 15 Stunden pro Woche geöffnet haben. 422 (plus elf) dieser Einrichtungen werden von der öffentlichen Hand (Bund, Land Salzburg oder Gemeinden) und 187 (plus drei) von privaten Trägern betrieben.

Betreuungsschlüssel: Bester Wert bundesweit

Durchschnittlich besuchen 36 Kinder eine Einrichtung. Die Anzahl der einzelnen Gruppen beträgt 1.360 (plus 53). „Eine hohe Qualität wird ermöglicht, wenn die Pädagoginnen und Pädagogen mit kleinen Gruppen arbeiten. Diesem Ziel kommen wir Schritt für Schritt näher. Bei dieser wichtigen Kennzahl erreichen wir den besten Wert in Österreich“, so Klambauer. Derzeit betreut eine Fachkraft im Durchschnitt acht Kinder. Bei Berücksichtigung der Zusatzkräfte liegt der statistische Wert bei 6,5 pro Betreuungskraft. In der Vorsaison waren es 6,8.

Vier von fünf ganztägig offen

Der Anteil der ganztägig geöffneten Einrichtungen hat um 0,9 Prozentpunkte auf 80,6 Prozent der Gesamtzahl zugelegt. Ganztägig bedeutet eine Mindestöffnungszeit von 31 Stunden pro Woche. Durchschnittlich haben die institutionellen Betreuungseinrichtungen 46,7 Wochen geöffnet. 30 Einrichtungen (plus sechs) haben das gesamte Jahr geöffnet, 24 (minus drei) stellen ihre Dienste zwischen 37 und 40 Wochen im Jahr zur Verfügung.

Zuwachs auch beim Personal

In der aktuellen Saison sind 3.436 Frauen (plus 155) und 76 Männer (minus sieben) tätig. Umgerechnet auf Vollzeit-Äquivalente (auf Basis 40 Wochenstunden) sind dies 2.558,2 Frauen (plus 147,6) und 59 Männer (minus 4,4). Von den 2.617,2 Vollzeit-Äquivalenten sind zirka 80 Prozent ausgebildete Fachkräfte. LK_201230_51 (grs/luk)

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