Zweite Corona-Teilimpfung in Seniorenwohnhäusern beginnt am Montag

Aktueller Stand in Salzburg / Interview mit Dr. Robert Sollak, Impfkoordinator des Landes Salzburg
Salzburger Landeskorrespondenz, 22. January 2021

(LK)  10.900 Impfdosen wurden dem Land Salzburg vom Bund zugeteilt, davon wurden bis dato 8.400 in Seniorenwohnhäusern verabreicht sowie 2.500 im Covid-Gesundheitsbereich. Dr. Robert Sollak ist Impfkoordinator des Landes Salzburg. Er gibt einen Zwischenbericht und Ausblick auf die nächsten Wochen und Monate. „Die Zulassungen neuer Impfstoffe können den Impfplan beschleunigen. Liefereinschränkungen können den Ablauf aber auch verzögern. Kalkulieren und planen müssen wir mit jenen, die fix zugesagt sind“, betont Sollak.

 

 

In der Salzburger Impfstrategie hat die besonders gefährdete Gruppe der Personen in Seniorenwohnhäusern oberste Priorität. Bereits ab 25. Jänner kann in diesem Bereich mit der zweiten Teilimpfung begonnen werden, erklärt Salzburgs Koordinator Dr. Robert Sollak und fügt hinzu: „Danach sollen bis voraussichtlich Ende Februar das Krankenhauspersonal vor allem in den Covid-Bereichen und die niedergelassenen Ärzte sowie deren Personal mit Dosen versorgt sein.“ Bis Mitte der Woche erhielten bereits 2.500 Personen aus dem Covid-19-Gesundheitsbereich einen Schutz gegen Covid-19.

Von Liefermengen abhängig

„Wir würden selbstverständlich gerne schneller vorgehen, jedoch ist momentan die Nachfrage deutlich höher als die Verfügbarkeit. Von den wöchentlichen Lieferungen müssen wir auch die Dosen für die am Montag startenden zweiten Teilimpfungen bereitstellen“, so Sollak. Aktuell ist die Durchimpfung der über 80-Jährigen, knapp 30.000 Personen, bis Ende März vorgesehen. Danach erfolgt mit zirka Juni der Impfstart für alle über 65-Jährigen. „Das alles hängt aber von den tatsächlich gelieferten und verfügbaren Mengen ab. Neue Zulassungen könnten das beschleunigen. Wir hoffen, dass die restliche Bevölkerung, unter 65, ab dem Spätsommer geschützt werden kann“, erklärt Sollak.

„Impfreaktionen sind normal“

Bei den bisherigen Impfungen im Bundesland kam es laut Dr. Sollak zu den erwarteten lokalen Reaktionen wie Rötung, Schwellung oder leichtem Schmerz bei der Einstichstelle. Auch hinsichtlich des schnelleren Zulassungsprozesses gibt der Salzburger Impfkoordinator Entwarnung: „Das Zulassungsverfahren war nur auf der Behördenebene beschleunigt, nicht auf der Testebene. Mittlerweile sind weltweit schon mehrere Millionen Dosen verimpft worden, man kann bisher sagen, der Impfstoff ist gut verträglich.“

Anmeldungen ab Februar

Ab Februar können sich die über 80-Jährigen für die Corona-Impfung unter www.salzburg-impft.at, die Hotline 1450 oder Hausärzte anmelden. Die Logistik dazu wurde gemeinsam mit dem Roten Kreuz ausgearbeitet und steht bereit. „Dabei handelt es sich um eine Registrierung beziehungsweise Vormerkung. Es wird nicht nach dem Zeitpunkt der Anmeldung geimpft. Also gibt es keinen Grund, schon am ersten Tag anzurufen oder sich zu melden, jeder hat genug Zeit. Der praktische Arzt gibt nach Prüfung des Alters beziehungsweise Vorerkrankungen den tatsächlichen Termin zu einem späteren Zeitpunkt bekannt“, so Sollak.

Die Eckpunkte der Impfstrategie auf einen Blick

  • Die erste Impfung für Bewohner und Mitarbeiter von Seniorenwohnhäusern wird diese Woche abgeschlossen.
  • Covid-nahes Gesundheitspersonal und Mitarbeiter in risikoexponierten Bereichen der Spitäler hat bereits begonnen
  • Es folgt Gesundheitspersonal im niedergelassenen Bereich (Ordinationen, Zahnärzte, Apotheker, Sanitäter der Rettungsorganisationen)
  • Je nach Impfstoff-Verfügbarkeit folgen Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Danach Impfungen für Menschen über 80 Jahre. Anmeldungen werden ab 1. Februar online unter www.salzburg-impft.at, die Hotline 1450 oder die Hausärzte möglich sein. Je nach Impfstoffverfügbarkeit wird durch die niedergelassenen Ärzte ab Ende Februar geimpft.
  • Impfstraßen gemeinsam mit dem Roten Kreuz nach Bedarf
  • Voranmeldung für über 65-Jährige ab Anfang März
  • Alle, die sich anmelden, erhalten eine Information, wann sie voraussichtlich an der Reihe sind.
  • Impfplan wird ständig adaptiert, je nach Zulassung und Verfügbarkeit von Impfstoffen.

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