Judo-Trainingslager in Mittersill abgebrochen

Land und Veranstalter entscheiden einvernehmlich / Teilnehmer reisen ab
Salzburger Landeskorrespondenz, 25. January 2021

(LK)  Gemeinsam mit dem Österreichischen Judoverband hat das Land Salzburg heute die Beendigung eines Judotrainingslagers in Mittersill vereinbart. Die Veranstaltung wäre aufgrund der Profisportregelung gesetzlich möglich gewesen. „Dennoch appellieren wir an alle Sportverbände und –vereine die Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren und Veranstaltungen derzeit nicht durchzuführen. Die Bewältigung dieser schwierigen Situation gelingt nur, wenn wir alle zusammenhalten, auch wenn es schmerzlich ist“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Landesrat Stefan Schnöll.

Das in Mittersill geplante Trainingslager war nicht genehmigungspflichtig, da die Veranstaltung unter die Profisportregelung fällt und laut der Verordnung des Gesundheitsministeriums erlaubt ist. Die Athleten und Betreuer sind gestern erst angereist und sollen bis morgen wieder abreisen. Der Veranstalter hatte ein Covid-19-Präventionskonzept ausgearbeitet. Insgesamt hätten in den nächsten Tagen 200 Profisportlerinnnen und -sportler aus 13 Nationen im Rahmen dieses Camps trainiert.

Judoverband: „Gesundheit steht an oberster Stelle“

„Das Olympia-Trainingslager in Mittersill wurde unter strengsten COVID-19-Auflagen geplant und durchgeführt. Alle Judoka und Coaches, national wie international, wurden im Vorfeld mindestens zweimal negativ getestet. Weitere Tests waren im 48-Stunden-Rhythmus geplant. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Land beziehungsweise in der Region sind wir in Abstimmung mit den lokalen Behörden zum Entschluss gekommen, das Trainingslager dennoch vorzeitig zu beenden. Die Gesundheit aller Beteiligten bzw. der lokalen Bevölkerung steht selbstverständlich im Vordergrund“, sagt der Präsident des Österreichischen Judoverbands Martin Poiger.

Viertler: „Absage ist richtiges Signal an die Bevölkerung.“

Der Mittersiller Bürgermeister Wolfgang Viertler trägt diese Entscheidung auch mit. „In Zeiten wie diesen müssen wir die richtigen Dinge tun. Eine Absage ist auch für die örtliche Bevölkerung, die schon seit Wochen im Lockdown lebt, das richtige Signal. Jetzt müssen wir alle zusammen helfen und diese Ausnahmesituation meistern. Die Judoka bleiben Mittersill eng verbunden und wir freuen uns schon auf das nächste Trainigslager, wenn wir diese Pandemie hinter uns gelassen haben. Ich bedanke mich beim Judoverband für die sensible Vorgehensweise“, so Bürgermeister Wolfang Viertler.

Die ersten Sportler haben bereits heute wieder das Quartier in Mittersill verlassen und reisen in ihre Heimatländer zurück. LK_210125_30 (mw/fw)

 

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Redaktion: Landes-Medienzentrum