Zweite Corona-Teilimpfung im Seniorenwohnhaus Kuchl

Bewohner und Personal hoffen auf Rückkehr in ein wieder fast normales Leben
Salzburger Landeskorrespondenz, 25. January 2021

(LK)  Ein bisschen aufgeregt waren Eleonore Huber (94) und Elisabeth Eichriedler (88) vor der zweiten Teilimpfung, aber das war schnell verflogen. Dr. Rainer Pusch von der Landessanitätsdirektion und sein Team sowie die Mitarbeiter des Seniorenwohnhauses in Kuchl wickelten professionell ab. Die Hoffnung auf die Rückkehr in ein fast normales Leben ist groß und Eleonore Huber brachte es für alle auf den Punkt: „Wir schicken dieses Virus in die Wüste!“

 

Diese Woche werden die Bewohnerinnen und Bewohner in Salzburgs Seniorenwohnhäuser zum zweiten Mal gegen das Corona-Virus geimpft, die Erleichterung ist groß. „Es handelt sich hier um die gefährdetste Gruppe. Jede Impfung bedeutet mehr Schutz und einen leichteren Krankheitsverlauf“, so Dr. Robert Sollak, Impfkoordinator des Landes Salzburg, und sein Stellvertreter Dr. Rainer Pusch. Pusch kam heute mit seinem Team selber ins Seniorenwohnhaus, im Gepäck die schon erwarteten Impfdosen.

11.820 Personen bereits geimpft

„In Salzburg wurden bisher 11.820 Personen gegen das Corona-Virus geimpft. Für diese Woche sind weitere zirka 3.100 Dosen geliefert worden. „Der Großteil davon ist für die zweite, jetzt fällige Injektion vorgesehen, weitere für die Erstimpfung“, erklärt Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.

„Wir haben uns darauf gefreut“

Drei Wochen sind in Kuchl seit der ersten Teilimpfung vergangen, auf die zweite haben Eleonore Huber (94) und Elisabeth Eichriedler (88) schon gewartet. „Weil wir das das Virus in die Wüste schicken, wir brauchen es nicht mehr“, so Frau Huber und Elisabeth Eichriedler ergänzte: „Ich habe kaum etwas gespürt und es war schnell vorbei. Und jetzt hoffe ich, dass alles wieder ein bisschen normaler wird.“ Diese Hoffnung teilen die beiden mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Seniorenwohnhaus.

Mayr: „Ich freue mich auf Kaffee trinken gehen.“

Manuela Mayr (32) ist Altenfachbetreuerin im Seniorenwohnhaus in Kuchl und hat ebenfalls am Montag die zweite Teilimpfung gegen das Corona-Virus bekommen. „Die zweite war so problemlos wie die erste, mir geht es wunderbar. Nach der ersten habe ich im Nachtdienst gearbeitet. Nachdem möglichst viele die Impfung erhalten haben, hoffe ich, dass wieder mehr Besuch ins Seniorenwohnhaus darf, denn das ist für die Bewohner besonders wichtig. Und ich persönlich freue mich, wenn ich dann wieder einmal mit jemanden auf einen Kaffee gehen kann“, blickt Manuela Mayr in die Zukunft.

Pusch: „Eine logistische Herausforderung“

Im Seniorenwohnhaus Kuchl hat heute der stellvertretende Impfkoordinator, Dr. Rainer Pusch die zweite Teilimpfung der Bewohner und des Personals durchgeführt. „Die Planung ist vor allem eine logistische Herausforderung. Wir wollen ja so viele Menschen wie möglich impfen, müssen aber auch immer die Verabreichung der zweiten Dosis mitbedenken“, betont Pusch.

Weidensee: „Es wird wieder leichter.“

Der Leiter des Seniorenwohnhauses, András Weidensee sagt dazu: „Die zweite Impfung soll bringen, dass das normale Leben so schnell wie möglich wieder zurück kommt. Die Bereitschaft ist schwer einzuschätzen, da wir relativ viele Infektionen im Haus hatten. Ich kann aber so viel sagen: Nach den Infektionen und der Impfung hoffen wir auf einen 75-prozentigen Schutz, sowohl bei den Bewohnern als auch bei den Mitarbeitern“, so András Weidensee, Leiter des Hauses der Senioren in Kuchl, und er fügt hinzu: „Je nach Verordnungen und Vorschriften, die gemacht werden, hoffen wir, dass wir wieder offener werden, Veranstaltungen stattfinden und vor allem die Bewohner wieder mehr regelmäßig Besuch empfangen können. Dann ist viel erreicht.“

Freylinger: „Gutes Gefühl, unsere Senioren zu schützen.“

„Wir haben in Kuchl viele Neuinfektionen in den vergangenen Wochen und Monaten gehabt, umso wichtiger war es hier im Seniorenwohnhaus mit den Impfungen möglichst früh zu beginnen. Heute bin ich froh, dass wir die zweite Teilimpfung machen können, es ist ein guter Tag für Kuchl“, so Bürgermeister Thomas Freylinger. LK_210125_20 (bk/mel)

 

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