Flächendeckende Abwasseruntersuchungen auf Covid-19

Zwei Mal pro Woche werden Proben entnommen / Kläranlagen „verraten“ die Viruslast
Salzburger Landeskorrespondenz, 27. January 2021

(LK)  Die Suche nach Virenresten wird nun auf 16 der 33 heimischen Kläranlagen ausgedehnt. Damit werden knapp 90 Prozent der kommunalen Abwässer erfasst. „Ein Anstieg der Infektionen ist im Abwasser bereits erkennbar, bevor die Zahl der positiv Getesteten in einer Region steigt. Mit einer flächendeckenden Untersuchung können wir die Entwicklung der Pandemie im Bundesland noch rascher einschätzen als bisher“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.

Mindestens zwei Mal pro Woche werden künftig Proben in 16 von 33 kommunalen Kläranlagen im Bundesland Salzburg gezogen. Damit sind die Abwässer von einem Großteil der Salzburger Bevölkerung erfasst. „Die sehr gute Zusammenarbeit mit den Kläranlagenbetreibern hilft uns jetzt auch bei der Bewältigung der Pandemie“, betont der für die Abwasserreinigung zuständige Landesrat Josef Schwaiger und ergänzt: „Das bestens geschulte Personal wird auch bei diesen Untersuchungen für einen reibungslosen Ablauf und gesicherte Qualität der Proben sorgen.“

Universität Innsbruck analysiert Proben

Die in Salzburg gezogenen Proben werden, wie schon bisher, an die Universität Innsbruck geschickt, dort aufbereitet und analysiert. „Diese Daten sind sehr wertvoll für uns, da bereits im Vorfeld das Infektionsgeschehen in den Regionen abschätzbar ist“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl. Auf Virus-Mutationen können die Abwässer allerdings nur anlassbezogen untersucht werden, für mehr reichen die Labor-Kapazitäten in Österreich derzeit nicht aus.

Flächendeckende Untersuchung

Die Proben werden künftig in 16 Kläranlagen im Bundesland Salzburg entnommen, sechs davon sind im Pinzgau, jeweils vier im Flachgau und Pongau sowie zwei im Lungau. Die Kläranlagenbetreiber bekommen die jeweilige Auswertungen zur Verfügung gestellt, damit sie über die Situation in der eigenen Region informiert sind. LK_210127_30 (mw/mel)

 

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Redaktion: Landes-Medienzentrum