Salzburgs Ärzte und ihre wichtige Rolle bei der Corona-Impfung

Vormerkung, Priorisierung und Impftermin / Allgemeinmediziner Dr. Christoph Dachs
Salzburger Landeskorrespondenz, 29. January 2021

(LK) Die Vormerkung zur Corona-Impfung für über 80-Jährige und die Hochrisikogruppe startet am kommenden Montag. Dabei spielen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte eine wichtige und unverzichtbare Rolle. Das Landes-Medienzentrum (LMZ) hat mit dem Präsidenten des Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin, Dr. Christoph Dachs, über Vormerkung und Impfung gesprochen.

 

Dr. Christoph Dachs ist Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und betreibt in Rif eine Gruppenpraxis. Er kennt also die Situation vor Ort in den Gemeinden und kümmert sich seit Beginn der Corona-Pandemie um die Anliegen und zahlreichen Fragen seiner Patientinnen und Patienten.

Dachs: „Ängste können wir mit Information nehmen.“

Dass das Thema Virus und Impfung die Menschen beschäftigt, merkt der Allgemeinmediziner seit Anfang an stark. „Es gibt natürlich Ängste und Sorgen, das ist völlig verständlich. Gerade meine chronisch kranken Patienten fragen oft, wie es weitergeht und wann sie zur Impfung drankommen. Hier kann man im Gespräch und vor allem mit den aktuellen Fakten sehr schnell beruhigen“, so Dachs.

Vormerk-Weg beeinflusst Termin nicht 

Die Vormerkung für über 80-Jährige und Hochrisikopatienten ist ab Montag telefonisch über die Gesundheitshotline 1450, online unter www.salzburg-impft.at und beim behandelnden Arzt möglich. Das Gerücht, dass es bei der Anmeldung über die Allgemeinmediziner zu Bevorzugungen in der Reihenfolge kommt, kann Dr. Dachs entkräften: „Es gibt eine Priorisierungsliste des Nationalen Impfgremiums und daran halten wir uns strikt. Ganz egal, auf welchem Weg man sich angemeldet hat.“

Risikogruppen

Die Definition wer zur Risikogruppe gehört wurde vom Nationalen Impfgremium durchgeführt. Daran orientiert sich auch die Reihenfolge und die Terminvergabe. „Dazu gehören Personen mit chronischen Erkrankungen, wie zum Beispiel COPD, fortgeschrittener Diabetes oder hochgradigen Herzerkrankungen. Also hauptsächlich jene, die eben auch bei einer Infektion mit dem Corona-Virus sehr schwer erkranken würden“, so Dachs.

Impftermin bei Wirkstoff-Verfügbarkeit

„Sobald der Impfstoff vorhanden ist und uns zur Verfügung steht, werden wir je nach Priorisierung unsere Patientinnen und Patienten aktiv informieren und einen Termin ausmachen“, erklärt Dachs die Vorgehensweise nach der Vormerkung. Das wird aus derzeitiger Sicht dann im März sein, wenn genügend Impfdosen zur Verfügung stehen.

Wartezeit und Älteren helfen

Wichtig ist aus Sicht des Allgemeinmediziners, dass die verschiedenen Wege der Vormerkung genutzt werden und man den älteren Menschen dabei behilflich ist. „Das entlastet uns alle, aber wir müssen dennoch damit rechnen, dass es am Anfang zu Wartezeiten aufgrund des großen Andrangs kommen wird. Wir bitten hier um Geduld, jeder wird sich vormerken können“, so Dachs. LK_210129_21 (bk/mel)

Daten und Fakten zur Vormerkung ab 1. Februar

  • Für über 80-Jährige und Hochrisikogruppen
  • Telefonisch über die Gesundheitshotline 1450
  • Online unter www.salzburg-impft.at
  • Beim behandelnden Arzt
  • Bestätigung der Vormerkung per SMS, E-Mail oder Brief
  • Keine doppelte Vormerkung notwendig
  • Datum der Vormerkung beeinflusst nicht den Impftermin
  • Terminvergabe nach Priorisierung des Nationalen Impfgremiums
  • Aktive Benachrichtigung über Zeitpunkt der Impfung bei Impfstoffverfügbarkeit 

 

Medienrückfragen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735

Redaktion: Landes-Medienzentrum