Gollinger Lerchenmühle modernisiert

Musterbeispiel heimischer Lebensmittelproduktion / Mit Förderung zu noch höheren Hygiene- und Qualitätsstandards
Salzburger Landeskorrespondenz, 01. March 2021

(LK)  „Salzburg ist bekannt für seine hochwertigen Lebensmittel. Damit das so bleibt, unterstützt das Land Investitionen in Verarbeitung, Vermarktung und dem effizienten Einsatz der Ressourcen“, skizziert Landesrat Josef Schwaiger. Die Lerchenmühle in Golling kam beispielsweise in den Genuss einer Förderung zur Errichtung einer modernen Siloanlage. Das trägt zur Verbesserung von Hygiene- und Qualitätsstandards der Produktion bei.

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, in diesem Fall die traditionelle Lerchenmühle in Golling, ein gutes Beispiel für echte Salzburger Lebensmittelveredelung. Agrarlandesrat Josef Schwaiger erinnert an eine der wenigen, aber wichtigen positiven Seiten der Coronakrise: Selber Brot backen ist auf einmal im Trend. Der Rohstoff kommt von daheim, genau aus Golling.

Es wird wieder selber Brot gebacken

„Germ war viele Wochen nach den ersten Ausgangsbeschränkungen in den Geschäften ausverkauft. Wir haben festgestellt, dass für das private Brot backen hochwertiges Mehl, ohne Zusatzstoffe und mit kurzen Transportwegen, verwendet wurde. Das tut Familie, Land und Umwelt gut“, so Schwaiger, der hinzufügt: „Jung und Alt beherrschen das Handwerk noch oder haben es wieder ins Leben gerufen. Das Grundnahrungsmittel Brot und Gebäck ist ihnen offensichtlich ein großes Anliegen.“

Förderung durch Bund, Land und EU

Im Gollinger Ortsteil Torren werden Weizen-, Roggen-, Dinkel-, Buchweizen- und Maismehl sowie Grieß erzeugt. Nun wurde die Lerchenmühle bei der Errichtung einer Siloanlage von Bund, Land und EU mit rund 17 Prozent der förderbaren Kosten unterstützt.

Bewegte und gemahlene Geschichte

Die Lerchenmühle befindet sich seit 1930 im Familienbesitz und ist eine von nur mehr sechs Mühlen in Salzburg. Seit den 1980er Jahren verfügt sie über ein völlig getrenntes Mahlsystem für Mais. Schon 1992 erfolgte die Umstellung auf Biogetreide. Mittlerweile produziert die Mühle ausschließlich Bio-Nischenprodukte. Abgefüllt wird getrennt für glutenfreie und nicht glutenfreie Getreideprodukte. Im hofeigenen Mühlenladen kann auch verpackungsfrei eingekauft werden. Der Neubau wurde mit einer innovativen Holzfassade errichtet, das Sockelgeschoss in Passivbauweise. LK_210301_51 (grs/mel)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum