Ältere, geimpfte Personen mit niedriger 7-Tage-Inzidenz

Blick auf die Corona-Lage in Salzburg / Große Altersunterschiede bei der Infektionslage
Salzburger Landeskorrespondenz, 15. April 2021

(LK)  „Die Impfung wirkt, das sehen wir vor allem bei den älteren Salzburgerinnen und Salzburgern, die zu einem Großteil bereits immunisiert sind“, fasst der Leiter der Landesstatistik Gernot Filipp zusammen. Das und das umfangreiche Testangebot haben dazu geführt, dass bisher keine Auswirkungen der Osterfeiertage zu spüren sind. Die Neuinfektionen haben sich bei etwa 160 pro Tag eingependelt.

Die Eckdaten zum Tag (Stand 15. April 2021, 8.30 Uhr): Bisher wurden in Salzburg 45.842 positiv auf das Corona-Virus getestet, es gibt derzeit 1.904 aktiv infizierte Personen. Die Zahl der Todesfälle hat sich mittlerweile auf 548 erhöht. 91 Covid-Patienten werden in Spitälern behandelt, davon 20 auf der Intensivstation.

Filipp: „Bisher kein Oster-Effekt.“

Das umfangreiche Testangebot und die Corona-Impfung der älteren Bevölkerung sieht Landesstatistiker Gernot Filipp als Grund, warum es bisher keinen Oster-Effekt gibt, wie es zum Beispiel nach Weihnachten der Fall war. „Die 7-Tages-Inzidenz ist leicht auf 214 gestiegen, aber sie liegt nun seit zehn Tagen im Bereich zwischen 200 und 215. Auch die Reproduktionszahl bleibt stabil unter 1“, so Filipp. Der große Anstieg der Neuinfektionen nach den Osterfeiertagen blieb also bisher aus. „Auch die Tests tragen da einen wesentlichen Teil bei. Jede entdeckte Infektion verhindert viele weitere, das wirkt sich natürlich positiv aus“, so Filipp.

Covid-Intensiv-Patienten werden jünger

Mit Argusaugen wird immer die Lage in den Spitälern beobachtet, auch hier ist es derzeit in Salzburg stabil. „Die Anzahl der stationären Fälle ist im März auf etwa 110 bis 120 angestiegen, sie ist jetzt wieder rückläufig. Auf den Intensivstationen bleibt das Niveau mit 20 bis 25 belegten Betten aber weiterhin hoch. Das Durchschnittsalter beträgt hier 62 Jahre, bei den Frauen ist sie sogar auf 58 gesunken“, erklärt Filipp.

Mehr junge Personen infiziert

War im ersten Jahr der Pandemie vor allem die ältere Bevölkerungsschicht stark betroffen, wirkt sich nun die Impfung auf diese positiv aus. Die Altersunterschiede sind gravierend. „Bei den über 80-Jährigen, von denen rund 80 Prozent zumindest die erste Teilimpfung bekommen haben, liegt die 7-Tage-Inzidenz nur mehr bei 50“, sagt Filipp. Zum Vergleich: Die Gruppe der 15- bis 19-Jährigen weist einen Wert von fast 400 auf. „Generell ist der Wert bei der erwerbsfähigen Bevölkerung mit 260 fast drei Mal so hoch wie jener der über 65-Jährigen, der bei rund 90 liegt“, erklärt der Landesstatistiker.

Bundesländervergleich

Die 7-Tage-Inzidenz der Bundesländer: Wien (278,7), Kärnten (226,3), Salzburg (214), Oberösterreich (210,8), Tirol (194,2), Niederösterreich (189,7), Vorarlberg (167,2), Steiermark (163,7), Burgenland (159,3) und Österreich (210,3).

Bezirksvergleich

Die 7-Tage-Inzidenz der Bezirke: Flachgau (257,6), Stadt Salzburg (226,5), Lungau (213,7), Pinzgau (195,1), Tennengau (185,3) und Pongau (149,9) und Land Salzburg (214). Damit weist der Pongau, der vor allem im März mit einem sehr starken Infektionsgeschehen zu kämpfen hatte, nun die niedrigste Inzidenz auf. Zum Teil etwas angespannt ist die Lage in den an Oberösterreich grenzenden Gemeinden, die regionale Streuung ist weiter sehr hoch. Gernot Filipp hat die Zahlen: „In 18 Gemeinden liegt die 7-Tage-Inzidenz bei Null, in 35 bei über 250.“ LK_210415_70 (mel/sm)

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Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum