Salzburg rüstet sich für 750.000 Schnelltests pro Woche

Gemeinden und Teststationen sind Herzstücke der Strategie / Beaufsichtigte Selbsttests wohnortnahe und mit hohen Kapazitäten
Salzburger Landeskorrespondenz, 07. May 2021

(LK)  Durch die geplanten Öffnungen ab 19. Mai wird die Nachfrage nach Corona-Schnelltests kräftig steigen. „Salzburg hält zusammen, wir rechnen mit rund 750.000 Tests pro Woche. Wir bereiten uns gerade intensiv vor und die Gemeinden werden ihr Angebot an beaufsichtigten Schnelltests flächendeckend ausbauen. Gleichzeitig wird in den bisherigen Stationen ebenfalls auf beaufsichtigte Schnelltests umgestellt, was die Kapazitäten deutlich erhöht.

 

„Innerhalb sehr kurzer Zeit konnten wir die Gemeinden mit ins Boot holen, auf sie ist Verlass so wie auf alle Beteiligten in dieser Corona-Pandemie. Ich danke allen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, die sich hier für eine Ausweitung bei den Testmöglichkeiten einsetzen, dass alle in diesem Land zusammen helfen, wurde heute erneut unter Beweis gestellt. Denn vielen Freiwilligen, welche zum Einsatz kommen werden, möchte ich jetzt schon herzlich danken“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer nach seinem Gespräch mit den Ortschefs am Freitagnachmittag. Salzburgs Teststrategie wird in diesen Tagen neu ausgerichtet, Bewährtes optimiert, neue Anforderungen umgesetzt.

Die wichtigsten Eckpunkte im Überblick

  • Steigerung der Testkapazitäten auf insgesamt 750.000 pro Woche
  • Beaufsichtigte kostenlose Schnelltests in Salzburger Gemeinden ab 16./17. Mai
  • Umstellung auf beaufsichtigte kostenlose Schnelltests in den Teststationen des Roten Kreuzes ab Dienstag, 11. Mai
  • Umrüstung temporärer Teststraßen (nicht immer besetzt) auf Gemeindestruktur, fixe Teststraßen bleiben und erhöhen Kapazität
  • Wohnortnahe, flächendeckende Testmöglichkeiten in den Gemeinden und den Teststationen mit ausreichenden Kapazitäten
  • Anmeldungen unter www.salzburg-testet.at und telefonisch unter 1450

Haslauer: „Mehr Tests näher bei den Menschen.“

Die große und von vielen lang ersehnte Öffnung ist eine enorm große logistische Herausforderung. Die Impfungen sind voll im Gang, gleichzeitig benötigen viele anerkannte und sichere Testnachweise. „Durch den Ausbau in den Gemeinden kommen die Möglichkeiten noch näher zu den Menschen. Wir steigern die Kapazitäten und bereiten uns auf bis zu 750.000 Tests vor. So viele sind in Salzburg pro Woche möglich“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

350.000 Test in den ersten drei Tagen

Erster Schwerpunkt werden die Tage rund um die Öffnung sein, in drei Tagen zwischen 17. und 19. Mai rechnen die Verantwortlichen allein mit rund 350.000 Tests. Ab 16. beziehungsweise 17. Mai wird es daher zusätzlich zu den ständigen Teststationen beaufsichtigte Tests in den Gemeinden geben. Auch diese werden für 48 Stunden gültig sein. „Dazu setze ich mich nach wie vor dafür ein, dass der Bund die digital unterstützten ,Wohnzimmertests‘ anerkennt“, so Haslauer.

Personal wird „freigespielt“

Um diesen enormen logistischen und personellen Aufwand zu schaffen, setzt Salzburg nicht nur auf die Hilfe der Gemeinden und in bewährter Weise auf das Rote Kreuz, auch die Impfstrategie mit rund 280 Arztordinationen macht sich nun bezahlt. „Die Impfung nimmt mit mehr gelieferten Dosen so richtig an Fahrt auf, gleichzeitig müssen wir sehr viele Tests bewältigen. Das ist uns nur möglich, weil die Ärztinnen und Ärzte in den Impfpraxen von Anfang an mitgeholfen haben, daher werden Kräfte fürs Testen ,frei‘. An dieser Stelle gilt mein besonderer Dank den vielen Ärztinnen und Ärzten in unserem Bundesland. Hätten wir ausschließlich auf Impfstraßen gesetzt, stünden wir jetzt vor einem riesigen Problem“, fasst der Landeshauptmann zusammen.

Mitterer: „Für die Gemeindebürger“

Der Zuspruch und die Bereitschaft der Salzburger Gemeinden, bei den beaufsichtigten Selbsttests zu helfen war am Freitag beim Gespräch mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer groß. „Wie so oft hilft Salzburg zusammen, wenn es darauf ankommt. Ich habe viele positive Rückmeldungen von den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern bekommen, dass sie als Gemeinde für die Bürgerinnen und Bürger da sein wollen. Wir sehen es als wichtiges Service für die Bevölkerung“, so Günther Mitterer, Präsident des Salzburger Gemeindeverbandes.

Holzer: „Mehr Kapazität.“

Ab Dienstag, 11. Mai, werden die vorhandenen Teststationen des Roten Kreuzes flächendeckend auf beaufsichtigte Selbsttests mit Bescheinigung umgestellt. „Die beaufsichtigten Selbsttests werden in den Stationen sehr gut angenommen. Sie sind angenehmer für die Anwender und können deutlich schneller abgenommen werden. Bisher haben wir täglich pro Testlinie rund 230 Antigenschnelltests durchgeführt. Nach der Umstellung auf das neue Testsystem können wir etwa 1.200 Antigenschnelltests pro Testlinie beaufsichtigen. Das Ganze setzen wir mit einem Drittel weniger Personal um“, erklärt Anton Holzer und ergänzt: „Wir erhöhen also die Kapazitäten in den Teststraßen im ganzen Bundesland von rund 70.000 Testungen pro Woche auf 200.000. Damit sind wir auf die erhöhte Nachfrage aufgrund der Wiedereröffnung am 19. Mai sehr gut vorbereitet“, so Landesrettungskommandant Anton Holzer. Die Testzeiten der Rot-Kreuz-Teststationen werden nach Möglichkeit vereinheitlicht: Montag bis Freitag 9 bis 19 Uhr, Samstag 9 bis 17 Uhr.

Umfassende Information

Um die Salzburger Bevölkerung bestmöglich zu informieren, wie, wann und wo sie sich testen lassen kann, wird die Seite www.salzburg.gv.at/coronatests immer aktuell gehalten. Die beste Adresse für gesicherte Informationen sobald sie feststehen, nicht nur aber vor allem in den kommenden Wochen rund um die Öffnungsschritte.  LK_210507_61 (sm/mel)

Diese Meldung kann noch ergänzt werden.

Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum