Arbeitslosigkeit um ein Drittel gesunken, aber noch auf hohem Niveau

Arbeitslosenquote bei 7,1 Prozent / Lehrstellen-Challenge will Jugendliche begeistern
Salzburger Landeskorrespondenz, 03. May 2021

(HP)  Vor einem Jahr war die Arbeitslosigkeit in Salzburg auf dem Höchststand. Seither ist sie um mehr als ein Drittel gesunken, liegt aber immer noch um ein Viertel höher als vor der Corona-Krise. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,1 Prozent. Das ist der drittniedrigste Wert hinter Oberösterreich und der Steiermark.

Zum Stichtag Ende April waren im Bundesland Salzburg 18.540 Personen arbeitslos. Das ist im Vorjahresvergleich ein deutlicher Rückgang um 37,9 Prozent beziehungsweise um 11.293. Im coronabedingten Lockdown betrug der Rekordwert an Beschäftigungslosen fast 30.000. Vor der Pandemie, im April 2019, war die Arbeitslosigkeit dagegen um rund ein Viertel niedriger. Schulungsteilnahmen eingerechnet sind 21.730 Personen ohne Beschäftigung, ein Minus von 31 Prozent im Vorjahresvergleich, aber ein Zuwachs von 26 Prozent im Vor-Corona-Vergleich. „Das ist noch zu viel, aber die Wirtschaft nimmt wieder Fahrt auf. Das ist deutlich zu erkennen und spiegelt sich im Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt wieder“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Lungau fast wieder auf Vor-Corona-Niveau

In der Bezirksstatistik sticht der Lungau hervor: Hier gab es mit minus 49,6 Prozent auf 553 Personen nicht nur den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich, sondern auch nur einen minimalen Zuwachs von elf Personen beziehungsweise zwei Prozent im Vergleich zum April 2019. Die Bezirke im Vergleich:

  • Lungau (minus 49,6 Prozent auf 553 Personen; plus 2,0 Prozent gegenüber 2019)
  • Flachgau (minus 42 Prozent auf 2.888 Personen; plus 29,2 Prozent gegenüber 2019)
  • Tennengau (minus 41,8 Prozent auf 1.319 Personen; plus 15,2 Prozent gegenüber 2019)
  • Pongau (minus 37,1 Prozent auf 3.499 Personen; plus 15,7 Prozent gegenüber 2019)
  • Stadt Salzburg (minus 35,6 Prozent auf 5.894 Personen; plus 34,3 Prozent gegenüber 2019)
  • Pinzgau (minus 35,3 Prozent auf 4.387 Personen; plus 27,3 Prozent gegenüber 2019).

Botschafter der Lehrberufe

Auch im Bereich Lehrstellen tut sich einiges: Neben neuen Formaten in der Berufsinformation hat das AMS Salzburg mit Unterstützung des Landes eine neue Initiative ins Leben gerufen. Mit einer Social-Media-Kampagne werden Jugendliche für Lehrberufe begeistert. Unter #AMSSalzburgLehrstellenChallenge werden Unternehmen eingeladen, in Social-Media-Kanälen ihre Lehrstellen und ihren Betrieb in kurzen Videos durch ihre eigenen Lehrlinge zu präsentieren. Zum Abschluss nominiert das Unternehmen drei weitere Betriebe, innerhalb von 72 Stunden unter diesem Hashtag mitzumachen.

Lehrlingsfreundlichstes Bundesland

„Die Lehrlinge sind die Fachkräfte unserer Zukunft. Die Initiative des AMS Salzburg leistet einen wesentlichen Beitrag zum gemeinsamen Ziel, Salzburg zum lehrlingsfreundlichsten Bundesland zu machen. Daher unterstützt das Land diese wichtige Aktion aus der Arbeitsmarktförderung“, so Landeshauptmann Haslauer.

Beyer: „Botschafter der Lehrberufe.“

„Mit der Challenge werden Lehrlinge und Unternehmen zu Botschafterinnen und Botschaftern ihrer Lehrberufe. Und für Betriebe ist es eine einmalige Gelegenheit, eine große Reichweite bei der Rekrutierung von Lehrlingen zu erzielen“, so AMS-Landesgeschäftsführerin Jacqueline Beyer. Ende Juni werden unter den Lehrlingen attraktive Preise verlost.

Zahl der Lehrstellensuchenden gesunken

Mit der Aktion soll sich auch die noch immer bestehende Lehrlingslücke schließen. Bei der Zahl der Lehrstellensuchenden und jener der offenen Lehrstellen zeigt sich im Vergleich zum Vor-Pandemie-April 2019 so gut wie keine Bewegung: Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist genau gleichgeblieben, die der offenen Lehrstellen um 24 gesunken.

Aufwärtstendenz auch bei Jung und Älter

Die Aufwärtstendenz auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich auch bei Jung und Älter: Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25-Jährige) ist im Vorjahresvergleich mit minus 55,8 Prozent auf 1.939 Personen deutlich überproportional gesunken. Im Vorkrisen-Vergleich beträgt der Anstieg nur 2,1 Prozent (39 Personen). Unterdurchschnittlich war dagegen die Altersarbeitslosigkeit ab 50 Jahre mit einem Minus von 23,9 Prozent auf 5.825 Betroffene. Im Vergleich mit April 2019 beträgt der Zuwachs 25,8 Prozent.

Corona-Joboffensive

Die Zahl der Aus- und Weiterbildungsteilnahmen ist um 91,2 Prozent gestiegen. Damit nehmen aktuell 3.190 Personen an Qualifizierungsaktivitäten teil. Bundesweit liegt der Zuwachs bei 58,6 Prozent, „ein riesiger Erfolg für die Corona-Joboffensive“, zeigen sich Landeshauptmann Haslauer und AMS-Chefin Beyer erfreut. LK_210503_52 (grs/sm)

Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum