Corona-Virus: 7-Tage-Inzidenz in Salzburg so niedrig wie zuletzt Mitte Oktober 2020

Pinzgau und Flachgau unter 100 / Zahl der Covid-Intensivpatienten stabil / Regionale Maßnahmen wirken
Salzburger Landeskorrespondenz, 07. May 2021

(LK)  „Die 7-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen geht in Salzburg erfreulicherweise weiter nach unten, sie beträgt heute 118. Das ist der Wert, den wir zuletzt im Bundesland Salzburg am 14. Oktober 2020 hatten“, so der Leiter der Landesstatistik, Gernot Filipp. Grund dafür sind auch punktuell gesetzte, regionale Maßnahmen wie zum Beispiel verpflichtende Ausfahrtstests. Derzeit gibt es diese für Hallein, ab Samstag kommt Oberalm dazu.

„Diese regionalen Maßnahmen haben auf die Neuinfektionen eine markante Auswirkung. Besonders deutlich haben wir das im Gasteinertal und auch in den anderen Hochinzidenzgemeinden wie Straßwalchen und im Großarltal gesehen“, erklärt Landesstatistiker Gernot Filipp. Heute (Stand 8.30 Uhr) beträgt zum Beispiel die 7-Tage-Inzidenz in Bad Hofgastein 73, in Bad Gastein 76 und in Dorfgastein 61. In Großarl 106, in Hüttschlag 0 und in Radstadt 266. In Muhr liegt sie ebenfalls bei 0, in Straßwalchen bei 52. „Alle diese Gemeinden haben die verschärften Corona-Maßnahmen erlebt, und sie haben nachhaltig gewirkt. Vor allem darf man die positiven Effekte auf die benachbarten Gemeinden nicht unterschätzen“, so Filipp.

Hallein muss auf Effekt noch warten

In Hallein, wo seit Ende April verpflichtende Ausfahrtstests gelten, muss man laut Gernot Filipp auf den Effekt dieser Maßnahme noch ein paar Tage warten. „Hier beträgt die 7-Tage-Inzidenz heute immer noch 412, eine gewisse Verzögerung ist aber normal“, so Filipp. Oberalm weist heute einen Wert von 426 auf, hier gelten ab Samstag ebenfalls verpflichtende Ausfahrtstests und strengere Quarantänekontrollen. Das Contact Tracing wurde außerdem in den umliegenden Tennengauer Gemeinden Kuchl und Puch ausgedehnt und intensiviert. Beobachtet wird die Lage in Wagrain (674). Dort werden die Quarantänebestimmungen ab sofort noch strenger kontrolliert.

Lage in den Spitälern weiter stabil

In Salzburg wurden bisher 48.494 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet, derzeit gibt es 1.339 aktiv Infizierte im Land. „Die Lage in den Spitälern ist seit mehreren Wochen stabil. Die Zahl der Covid-Patienten ist relativ stabil mit heute 73, davon werden 18 auf der Intensivstation behandelt“, so Filipp. Erfreulich auch, dass die Impfung offenbar wirkt, die schweren Krankheitsverläufe weniger werden und die Zahl der Todesfälle seit Jänner stark zurückgeht. „So betrug im Jänner die Anzahl der verstorbenen Personen noch 100, lag dann im Februar und März bei je 50 und hat sich im April mit 26 noch einmal halbiert“, fasst die Landesstatistik zusammen.

Die Impfung wirkt

In Salzburg wurden bis dato mehr als 200.000 Impfdosen gegen das Corona-Virus verabreicht. Vor allem die hohe Durchimpfungsrate bei den älteren Personen hat einen deutlichen Effekt. „Hier ist die 7-Tage-Inzidenz stark zurückgegangen, liegt bei den über 70-Jährigen unter 30. Die erwerbsfähige Bevölkerungsgruppe liegt bei der Inzidenz mit rund 150 um ein Vielfaches höher als die nicht erwerbsfähigen Personen mit 35“, fasst Gernot Filipp die Verschiebung bei den Neuinfektionen auf die jüngere Generation zusammen.

Salzburg erholt sich

Im Österreichvergleich erholt sich Salzburg in Bezug auf die 7-Tage-Inzidenz. Sie liegt heute bei 118,4, nur Burgenland (71,3) und Niederösterreich (78,4) sind noch niedriger. Den höchsten Wert weist derzeit Vorarlberg mit 198,7 auf, der Bundeswert liegt bei 124. Genau beobachtet wird in Salzburg weiterhin die Lage im Tennengau. Dort liegt die Inzidenz mit 283,7 mehr als doppelt so hoch wie im Bundesland, der Pinzgau und Flachgau liegen unter 100. Im Detail: Tennengau (283,7), Pongau (120,4), Lungau (119,3), Stadt Salzburg (110), Flachgau (86,7) und Pinzgau (72,6). LK_210507_70 (mel/grs)

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