Maria Mösl in Lamprechtshausen feiert Jubiläum

Wallfahrtskirche vor 500 Jahren geweiht / Freiwillige bildeten das Herzstück der umfassenden Sanierung
Salzburger Landeskorrespondenz, 30. May 2021

(LK)  Mit einem Jahr Verspätung – Corona kam dazwischen – wurde heute die Weihe des Gotteshauses Maria Mösl vor 500 Jahren in der Gemeinde Lamprechtshausen gefeiert. Zum „Geburtstag“ erstrahlt die Kirche wie neu. „Rund 100 fleißige ehrenamtlich tätige Personen haben in tausenden von Stunden Eigenleistung der Kirche den heutigen Glanz verliehen. Auf der Baustelle wurde so richtig angepackt, eine großartige, gefestigte und zusammenhaltende Dorfgemeinschaft hier in Lamprechtshausen“, zeigte sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer beim Festakt beeindruckt.

Von strengen Sicherheitsvorkehrungen begleitet, wurde zum 500-Jahr-Jubiläum der Wallfahrtskirche Maria Mösl in Lamprechtshausen-Arnsdorf ein Festgottesdienst von Erzbischof Franz Lackner zelebriert. Beim anschließenden Festakt vor der im neuen Glanz erstrahlenden Kirche erinnerte Landeshauptmann Wilfried Haslauer an einen besonderen Gast der letzten Jubiläumsfeier vor 200 Jahren: „Damals, 1820, war es der Schullehrer und Organist von Arnsdorf, ein gewisser Franz Xaver Gruber, der die Feier musikalisch begleitete. Wir wissen alle, er war der Komponist des wohl bekanntesten musikalischen Exportes und Weltkulturerbes: Stille Nacht, Heilige Nacht.“

Spannende und lange Geschichte

Die Wallfahrtskirche wurde in den vergangenen sieben Jahren von der Gebäudehülle bis zum kunstgeschichtlich bedeutsamen Inventar generalsaniert. „Es war ein Kraftakt aller Beteiligten vom Renovierungsausschuss, den Freiwilligen, über die Gemeinde Lamprechtshausen, die Verantwortlichen der Erzdiözese und des Bundesdenkmalamtes bis zu den ausführenden Fachleuten der unterschiedlichsten Gewerke. Selbstverständlich hat sich auch das Land Salzburg an den Kosten der Sanierung beteiligt“, so Wilfried Haslauer.  Die Geschichte dieses historisch bedeutenden Ortes reicht nicht nur bis zur Kirchweihe im Jahr 1520, sondern wesentlich weiter zurück ins Frühmittelalter, sodass man hier von einem der ältesten Marienheiligtümer des süddeutschen Raumes ausgehen kann.

Verdienstzeichen des Landes für engagierte Helfer

Drei Persönlichkeiten, die sich in führenden ehrenamtlichen Funktionen des Vereins- oder Gesellschaftswesens tatkräftig engagiert haben und die tragenden Säulen des Renovierungsausschusses der Kirche waren, erhielten im Rahmen des Festaktes das Verdienstzeichen des Landes Salzburg:

  • Karl Baier aus Lamprechtshausen, seit über 40 Jahren Chorleiter und Organist in den Kirchen Arnsdorf und Lamprechtshausen sowie Obmann des Trachtenvereins und eine große Stütze des Pfarr- und Vereinslebens von Lamprechtshausen.
  • Balthasar Gwechenberger aus Lamprechtshausen, stellvertretender Bezirkskapellmeister des Flachgaus, Kapellmeister der Trachtenmusikkapelle Nußdorf, Gründer der Tanzlmusi, Pfarrgemeinderat und Obmann des Renovierungsausschusses.
  • Josef Hufnagl aus Lamprechtshausen, Gründungsmitglied der Stille-Nacht-Prangerschützen Arnsdorf, Pfarrgemeinderat und Mesner in Arnsdorf sowie Mitglied und Hausmeister des Renovierungsausschusses der Wallfahrtskirche.

LK_210530_30 (mw/mel)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum