Unterstützung für Traumatherapien ausgeweitet

Stabile Lage in der Grundversorgung / Hilfen für Menschen auf der Flucht erweitert
Salzburger Landeskorrespondenz, 08. June 2021

(LK)  Die Zahlen in der Grundversorgung im heurigen Jahr in Salzburg sind stabil: Die Anzahl der Quartiere liegt derzeit (Stand jeweils Anfang Juni) bei 78 (2020: 79), 1.156 Personen werden derzeit betreut. Im Vorjahr waren es 1.272. Nun weitet das Land seine Hilfeleistungen für Traumatherapien aus.

„Viele der von uns betreuten Menschen benötigen professionelle Hilfe zur Bewältigung ihrer traumatischen Erlebnisse. Daher haben wir das Angebot für Traumatherapie in Zusammenarbeit mit der Caritas und dem Verein Hiketides erweitert“, berichtet Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. Das Land erhöht seine Förderung heuer um jeweils 6.000 Euro für die Projekte der beiden Institutionen.

Traumatherapie auch während Pandemie fortgesetzt

106 Menschen auf der Flucht, die in Salzburg betreut werden, haben im Jahr 2020 professionelle Hilfe durch die vom Land mitfinanzierten Psychotherapieprojekte der Caritas Salzburg und des Verein Hiketides erhalten. „Dank des Engagements der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Projekte konnten Therapien auch während der Pandemie fortgesetzt werden. Gerade in dieser fordernden Zeit war das Angebot für traumatisierte Flüchtlinge besonders wichtig“, so Schellhorn.

Stabile Zahlen in der Flüchtlingsbetreuung

Leicht rückläufig ist die Gesamtzahl der vom Land Salzburg betreuten Personen. Waren es zum Jahresanfang noch rund 1.250 Menschen, sind es mit Anfang Juni noch 1.156 geflüchtete Menschen, die in der Grundversorgung des Landes betreut werden. Rund ein Viertel davon sind Frauen, 22 Prozent sind Kinder und Jugendliche. Die Hauptherkunftsländer sind Syrien, Afghanistan und der Irak. „Die Zahl der Betreuungsquartiere ist gleichbleibend. Die freien Kapazitäten sind eine Vorsorge, um auch im Falle eines Anstiegs der Zahl von Asylanträgen die Menschen gut versorgen und betreuen zu können“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Schellhorn anlässlich der Präsentation der Zahlen im heutigen Asylsteuerungsteam.

Erleichterung im Alltag durch Traumatherapie

„Die lange Verfahrensdauer in der Verbindung mit eingeschränkten Beschäftigungsmöglichkeiten und der Unsicherheit über den Ausgang des Verfahrens wirken sich gerade auf traumatisierte Flüchtlinge belastend aus“, weiß Schellhorn. „Mit den Therapieangeboten unterstützt das Land diese Menschen bei der Bewältigung ihres Alltags und reduziert ihre gesundheitliche Belastung.“ LK_210608_51 (grs/mw)

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Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum