Land Salzburg setzt Pflege-Kurs konsequent um

Umfrage der Arbeiterkammer bestätigt Maßnahmen des Landes
Salzburger Landeskorrespondenz, 09. June 2021

(LK)  „Seit Jahren ist uns bewusst, dass in der Pflege mehr Personal benötigt wird. In der Pflegeplattform 2018 haben wir deshalb Maßnahmen und Projekte zur Bekämpfung des Pflegepersonalmangels erarbeitet, die Schritt für Schritt umgesetzt werden. Für diese Projekte ist für 2019 bis 2023 ein Budgetrahmen von 75 Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden“, reagiert Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl auf die Ergebnisse einer Umfrage der Arbeiterkammer Salzburg im Pflegebereich.

„Im Rahmen dieser Aktivitäten ist es uns in den letzten Jahren gelungen die Ausbildungsplätze nahezu landesweit zu verdoppeln. Mittlerweile können diese Plätze auch besetzt werden. Der Zulauf zu Pflegeberufen ist insbesondere seit einem guten Jahr erfreulicherweise stark gestiegen. Insgesamt haben wir in den vergangenen Jahren bei jeder Budgetverhandlung den Personalstand beziehungsweise die erforderlichen Planstellen regelmäßig erhöht“, so Stöckl weiter.

Pensionierungen als zusätzliche Herausforderung

Einen Kraftakt sieht Landeshauptmann-Stellvertreter Stöckl in den steigenden Pensionierungszahlen: „Eine große Herausforderung ist die Pensionierungswelle, aber auch die Steigerung der Planstellen aufgrund der Zunahme der Arbeitsanforderungen wegen der demographischen Entwicklung und die zunehmende Multimorbilität. Der Bedarf an Pflegezeit pro Patient erhöht sich ständig.“

Mehrere Pflegepakete

„Neben den normalen Lohnverhandlungen sind in den letzten Jahren auch mehrere Pflegepakete verabschiedet worden, und damit stehen der Pflege sehr attraktive Gehaltssysteme zur Verfügung. Weitere wichtige Maßnahmen, um die Rahmenbedingungen für die Pflegenden zu verbessern sind aktuell in Umsetzung“, betont Stöckl. Dazu gehören Dienstplanstabilität, Verbesserung der Praxis, Ausbildung von Praxisanleitern, Digitalisierung, Reform des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes, um die Kompetenzen aller Pflegeberufe zu erweitern, Erhöhung der Ausbildungsplätze, insbesondere auch die Möglichkeit im Frühjahr eine Ausbildung zu beginnen, Förderung der Heimhilfeausbildung, finanzielle Unterstützung der Auszubildenden, Vorbereitungskurse und Senkung der Zugangsbarrieren sowie ein Karrieremodell für Lehrpersonen und Weiterbildung für Praxisanleiter. LK_210609_143 (rb/luk)

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