S-Link-Trasse Richtung Süden wird mit den Gemeinden abgestimmt

Gespräche mit allen Ortschefs / Varianten werden gemeinsam erarbeitet und Grundstücke freigehalten
Salzburger Landeskorrespondenz, 25. June 2021

(LK)  Bei der Trassenfindung für den S-Link, also die Verlängerung der Lokalbahn durch die Stadt Salzburg bis nach Hallein, wird es eine enge Abstimmung mit den Gemeinden geben, das garantiert Verkehrslandesrat Stefan Schnöll. „Die betroffenen Kommunen werden eng in den Prozess eingebunden. Wir haben einen ambitionierten Rahmenplan für den Bau erstellt“, so Schnöll, der schon weiter als bis zum Mirabellplatz denkt. „Vom S-Link profitieren zukünftig viele Pendlerinnen und Pendler sowohl im Norden als auch im Süden der Stadt.“

Der Start der intensiven Gespräche erfolgte bereits im Vorjahr. Erst kürzlich trafen Landesrat Stefan Schnöll und S-Link-Projektleiter Stefan Knittel Anifs Bürgermeisterin Gabriella Gemacher-Leitner und Vizebürgermeister Thomas Schnöll. Dabei ging es um die weitere Vorgehensweise bei der Festlegung der optimalen Trasse. „In den nächsten Wochen und Monaten wird es dazu weitere Abstimmungsrunden mit allen betroffenen Gemeinden geben“, so Schnöll.

Verkehrslandesrat Schnöll: „Ortschefs bringen sich ein.“

„Wir sind in enger Abstimmung mit allen betroffenen Gemeinden, um bereits früh mögliche Varianten auszuloten und bei den bevorstehenden Planungen die beste Linie zu finden. Klar ist, dass es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine fixierte Trasse gibt und wir damit zeitgleich auch keine der Möglichkeiten ausschließen“, sagt Schnöll und ergänzt: „Wichtig ist für uns, die Verantwortlichen vor Ort mit ins Boot zu holen. Sie kennen die Gegebenheiten in der jeweiligen Gemeinde am besten. Das ist wertvolles Wissen, das wir nutzen wollen.“

Gehmacher-Leitner: „Gemeinsam planen.“

„Der motorisierte Individualverkehr in Anif nimmt seit Jahren zu. Dadurch sind wir erheblich belastet. Attraktive öffentliche Verkehrsmittel wie der S-Link können Abhilfe schaffen, vor allem deshalb steht die Gemeinde diesem Projekt sehr positiv gegenüber“, fasst Anifs Bürgermeisterin Gabriella Gemacher-Leitner die aktuelle Situation zusammen. „Die Entlastung wird es geben, wenn die Bahn wirklich attraktiv ist. Das hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Trassenführung, der Position der Haltestellen und der Fahrzeit. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam zu einer optimalen Trassenführung kommen werden“, ergänzt die Bürgermeisterin.

Vizebürgermeister Schnöll: „Einbeziehung aller.“

Ähnlich sieht es Anifs Vizebürgermeister Thomas Schnöll: „Wir müssen bei diesem Jahrhundertprojekt die Balance zwischen dem Jetztstand und den Möglichkeiten der langfristigen Entwicklung unseres Ortes finden. Sehr wichtig ist uns die Einbeziehung und Zustimmung der Bevölkerung, damit dieses Generationenprojekt gemeinsam getragen wird und das Vertrauen in die Umsetzung groß ist“, betont Thomas Schnöll.

Der Zeitplan steht

Im kommenden Jahr soll es eine Evaluierung zum Austausch mit den betroffenen Gemeinden geben und die Eckpunkte der Gespräche zusammenfließen. Somit wird auch das Umfeld der Trasse berücksichtigt. „Im Jahr 2023 ist nach Sicherstellung der gesamten Finanzierung geplant, den Einreichprozess zu starten. Damit können wir den ambitionierten Zeitplan auch verwirklichen“, so Verkehrslandesrat Schnöll.

Grundstücke werden „reserviert“

Mögliche Trassen werden im Raumordnungs-Sachprogramm „Freihaltung für Verkehrs-Infrastrukturprojekte“ freigehalten. Auch hier fließt die Expertise der Gemeinden ein. Nach Konkretisierung des Verlaufes wird ein Grundbedarfsplan erstellt. Auf dessen Basis wird mit den Grundeigentümern in allen betroffenen Orten verhandelt. „Ein intensiver Prozess, der nur gemeinsam mit allen Gemeinden zu schaffen ist“, ist Landesrat Stefan Schnöll überzeugt. LK_210625_51 (grs/mel)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum