Katastrophenfonds hilft Unwetteropfern schnell und unkompliziert

Vorschuss bei Härtefällen / Digital oder über die Gemeinde
Salzburger Landeskorrespondenz, 20. July 2021

(LK)  „Ich möchte allen, die vom Hochwasser betroffen sind, Mut machen. Es schaut manchmal so aus, als ob man das alles nicht bewältigen könnte, aber wir lassen niemanden alleine“, so Landesrat Josef Schwaiger am Dienstag. Er hat sich am Sonntag selber ein Bild von den massiven Schäden im Oberpinzgau gemacht, vor allem aber nicht nur die Infrastruktur ist betroffen. Bewährtes Instrument des Landes schnell und unbürokratisch zu helfen, ist der Katastrophenfonds.

 

„Wenn der Keller verschlammt ist, das Wasser den Boden zerstört hat oder die Möbel nur mehr Sperrmüll sind, dann hat man genug zu tun. Daher hilft der Katastrophenfonds schnell und unbürokratisch, die Gemeinden unterstützen uns bei der Abwicklung, denn die Bürgermeister kennen ihre Bewohner am besten“, so Landesrat Josef Schwaiger.

Schwaiger: „Vertrauen der Bevölkerung.“

Der Katstrophenfonds wird zur 60 Prozent aus Bundes- und zu 40 Prozent aus Landesmittel gespeist. „Es ist ein bewährtes Mittel. In den vergangenen zirka 20 Jahren haben wir durchschnittlich pro Jahr rund 1.700 Anträge bewilligt und ausgezahlt. Zirka sechs Millionen Euro pro Jahr wurden so den Salzburgerinnen und Salzburgern zugesprochen“, so Landesrat Josef Schwaiger. Das Antragsformular ist ganz einfach. Entweder man reicht es digital ein oder auch über die Gemeinden, die hier mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der wichtigste Tipp: Die Schäden mit Fotos dokumentieren. „Wir kommen nicht überall hin, aber wir vertrauen der Bevölkerung“, so Schwaiger.

Pauschalen helfen schnell

In Hinsicht auf die Höhe des Schadens wird auch teils mit Pauschalbeträgen gearbeitet, um noch schneller zu sein. „Wir haben sehr viel Erfahrung und wissen genau, was eine Kellertüre oder ein Möbelstück kostet. Durch diese Pauschalen sind wir noch schneller beim Ausbezahlen und so federn wir Härtefälle ab, auch indem wir bei Bedarf einen Vorschuss leisten“, erklärt Schwaiger.

Gemeinden wickeln mit ab

Wichtiger Partner bei der Abwicklung des Katastrophenfonds sind die Gemeinden. „Wir zahlen auch auf diesem Wege aus. Denn der Bürgermeister weiß meistens sehr genau, wie sehr eine Familie betroffen ist und kann das gut einschätzen. Mir ist nämlich sehr wichtig, dass die Gelder bei denen ankommen, die sie am nötigsten brauchen. Daher: Ganz ohne Bürokratie geht es nicht, aber wir haben sie sehr reduziert“, sagt Schwaiger.

Anträge an den Katastrophenfonds

LK_210720_70 (mel/bk)

Medienrückfragen: Michael Rausch, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 2640444, E-Mail: michael.rausch@salzburg.gv.at

Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum