Im Tal, wo Milch und Käse herkommen

Spielend entdecken in der Kleinarler Bio-Hofkäserei / Chance für heimische Produzenten
Salzburger Landeskorrespondenz, 04. August 2021

(LK)  Von der Kuh zum Käse – dieser Weg lässt sich in der „Bio aus dem Tal“-Hofkäserei beim Hirschleithof in Kleinarl anschaulich verfolgen. „Hier wird naturgetreues, nachhaltiges Wissen mit spannender Unterhaltung verbunden. Die Regionalität der Produkte und die damit verbundene Arbeit für ein gutes und gesundes Lebensmittel werden so sichtbar“, ist Landesrat Josef Schwaiger von dem mit Geldern aus dem EU-Leader-Topf unterstützten Projekt angetan.

 

„Viele wissen nicht mehr, wie Milch produziert wird oder haben sich noch keine Gedanken darüber gemacht. Besonders Kinder werden durch die Präsentation in der Hofkäserei angesprochen. Und von den Produkten profitieren sowohl Gäste als auch Einheimische durch kurze Wege. Das Projekt steht für Wertschöpfung und Lebensgrundlage Land“, so Landesrat Josef Schwaiger.

Lernen, was gute Milch ausmacht

Sieben Entdeckerstationen entlang eines Wanderwegs führen zu Themen wie Milch-Tiere in unserer Region, Milchwirtschaft einst und jetzt, die richtige Futtermischung, die Nachhaltigkeit der regionalen Wirtschaft oder die richtige Wasserqualität. Über die jeweilige Quiz-Säule mit QR-Code kommt das spielerische Lernen nicht zu kurz. „Ein leicht aufbereitetes Thema von sehr hohem Bildungswert für Familien, Kindergärten, Schulen, Jugendliche und allen anderen von drei bis 99 Jahre“, so Schwaiger.

Hochwertiges bleibt in der Region

Denn am Anfang gab es in Wagrain-Kleinarl keine direkte Versorgung mit regionalen Produkten und Bioqualität. Hochwertige Urprodukte wie Wiesen- und Heumilch und Fleisch, in kleinen Familienbetrieben erzeugt, verlassen das Tal und werden in Großbetrieben verarbeitet. „Landwirtschaftlichen Betrieben und interessierten Privatpersonen fehlen oft Möglichkeiten und Infrastruktur, Lebensmittel auf höchsten hygienischen Standards herzustellen. Wir wollen mit der Kleinmolkerei ein Basisangebot schaffen und somit Vorbild für weitere Interessierte sein“, sagt Rupert Viehhauser, einer der drei Initiatoren. Mit zwei weiteren Bio-Bauern glaubt er an die Stärke einer Kooperation und den Mehrwert einer gemeinsamen Produktion. Einer davon ist Markus Schaidreiter, der gerade eine Ausbildung zum Käsemeister absolviert.

Milchproduktion live

Ihr Angebot richtet sich bewusst auch an die regionale Gastronomie und Hotellerie. „Regional produziert heißt nicht nur kürzere Lieferwege. Der Gast hat seine Produzenten, die Kühe, in Sichtweite und kann vom Hotel aus die Produktion auf der Wiese verfolgen. So entsteht eine starke Bindung mit der Region, und der Urlaubsort wird zu etwas Einzigartigem“, bestätigt Christoph Gwehenberger, ebenfalls Biomilchbauer. Und es bleibt nicht nur bei Käse in allen Variationen. „Gemeinsam mit weiteren lokalen Produzenten vermarkten wir auch Kräutertee oder Bündnerfleisch“, so Gwehenberger.

Selbstbedienung im Hofladen

Bio und Regionales bietet der Hofladen Hirschleiten neben der Käserei jeden Freitag von 14 bis 16 Uhr an. Und wenn die Zeit nicht passt, gibt es an 365 Tagen im Jahr die Möglichkeit zur Selbstbedienung mit Vertrauenskassa. Vor dem Eingang vom Hofladen befindet sich dafür ein Kühlschrank, aus dem jeder seine Lieblingsprodukte mitnehmen kann. LK_210804_60 (sm/grs)

Medienrückfragen: Michael Rausch, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 2640444, E-Mail: michael.rausch@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum