Erste Pride im Pinzgau mit riesiger Regenbogenfahne

Buntes Zeichen für Vielfalt und gegen Homophobie / Samstag um 16 Uhr vor dem Gemeindeamt Unken
Salzburger Landeskorrespondenz, 12. August 2021

(LK)  Ende Juni wurde die Regenbogenfahne, ein Symbol für Vielfalt und gegen die Diskriminierung von Homosexuellen, vom Kirchturm in Unken gestohlen. Für die Initiatoren sowie die Pfarre ein eindeutig homophober Akt. „Respekt und Akzeptanz sind grundlegende Eckpfeiler einer liberalen Gesellschaft. Das zeigt sich insbesondere daran, wie wir im Alltag miteinander umgehen. Unsere Stärke liegt in der Vielfalt. Ich lade deshalb jeden ein, am kommenden Samstag diese in Unken zu feiern“, so Landesrätin Andrea Klambauer im Vorfeld der ersten Kundgebung dieser Art im Pinzgau.

Am Samstag um 16 Uhr wird es bunt in Unken. Eine Regenbogen-Parade zieht vom Gemeindeamt über die Kirche zum Schloss Oberrain. Mit der Demonstration soll eindrucksvoll gezeigt werden, wie bunt und vielfältig auch der Pinzgau ist und dass die Mehrheit hinter der LGBTIQ-Community steht. „Denn wir sind überall – in jedem Dorf und in jeder Gemeinde“, so die Veranstalter. Zudem will man dem Pfarrer und dem Bürgermeister für ihre Offenheit und die Unterstützung danken. LGBTIQ ist Englisch für Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transgender, Intersexuell und Queer.

Riesige Regenbogenfahne

Unterstrichen wird die Unken Pride mit einem besonderen Highlight: Österreichs größte Regenbogenfahne. Sie wurde vom Pongauer Arbeitsprojekt PAP genäht, ist zwölf mal drei Meter groß und wird dem Bürgermeister übergeben. „Ein unübersehbares Zeichen für ein weltoffenes Unken. So sollte jedem klar werden, dass Homophobie nirgendwo und schon gar nicht in Salzburg Platz hat“, betont Klambauer.

150 Stimmen gegen Diskriminierung

An der Regenbogenparade nahmen am Samstagnachmittag rund 150 Menschen teil, die mit der riesigen Fahne durch den Ort marschierten. Darunter war neben Landesrätin Andrea Klambauer auch der Unkener Bürgermeister Florian Juritsch (ÖVP). Wie von den Organisatoren gewünscht, kamen viele der Unterstützerinnen und Unterstützer in Tracht um getreu dem Motto „Die Welt ist bunter als du glaubst“ ein wichtiges Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen. Die nächste Möglichkeit dafür gibt es übrigens im Rahmen des „PRIDE WEEKEND SALZBURG 2021“, das vom 3. bis 5. September in der Landeshauptstadt stattfindet. LK_210812_20 (bk/mel)

Diese Meldung wurde am 16.08.2021 um 10.00 Uhr ergänzt.

 

Medienrückfragen Karin Feldinger, Büro Landesrätin Andrea Klambauer, Tel.: +43 662 8042-4901, Mobil: +43 670 6024506, E-Mail: karin.feldinger@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum