Annelieses naturnaher Urwald in Saalfelden

Ausgezeichneter Garten voller Leben / Reportage aus Saalfelden
Salzburger Landeskorrespondenz, 31. August 2021

(LK)  Naturnahe Gärtnerinnen und Gärtner vor den Vorhang holen und ihre nachhaltige Philosophie möglichst weit verbreiten: Das ist das Ziel der „Natur im Garten“-Plakette, die seit rund einem Jahr in Salzburg verliehen wird. Mehr als 150 Grünanlagen in ganz Salzburg wurden damit schon ausgezeichnet, eine davon: Die „wilde“ Grünanlage von Anneliese Reiffenstuhl in Saalfelden. Bei ihr zeigt sich: Pflanzen- und Artenvielfalt gibt es nicht nur auf dem „Festland“.

Die Grillen zirpen, der Wind streicht durch die Sträucher und das Wasser plätschert vor sich hin, kurzum: ein Paradies für Mensch, Tier und Pflanzen. Anneliese Reiffenstuhl, im Brotberuf Krankenschwester, hat sich im Haus ihrer Großeltern in Saalfelden auf 900 Quadratmetern ein richtiges Gartenparadies geschaffen. Zwei Dinge stechen dabei sofort heraus: Ein großzügiger Badeteich bildet den Mittelpunkt des Gartens und rund herum zieren natürlich gehaltene Pflanzen die gesamte Fläche.

Eine grüne Oase

Rund um die große Wasserfläche tummeln sich die unterschiedlichsten Gräser, Sträucher und Bäume. „Seit meinem Einzug im Jahr 1999 ist die Grünanlage Jahr für Jahr ein Stück gewachsen. Mein Garten ist für mich eine wunderschöne Oase, in der ich Ruhe und Kraft schöpfen kann, seit dem Vorjahr sogar zertifiziert durch die „Natur im Garten“-Plakette“, erzählt die Obfrau des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins.

Naturliebhaberin seit Kindertagen

Anneliese Reiffenstuhl ist beinahe täglich mit ihrem Garten beschäftigt. „Im Frühling und im Herbst kommt natürlich ein wenig mehr Arbeit zusammen, aber ich mache das einfach sehr gerne. Das ist für mich ein schöner Ausgleich zum Klinikalltag“, ist sie überzeugt. Die Ursprünge für ihre Naturleidenschaft liegen in der Vergangenheit: „Meine Familie war und ist im Obst- und Gartenbauverein engagiert, mein Bruder ist Landschaftsgärtner und ich erinnere mich selbst an eine Kindheit zurück, in der es zu Hause immer Blumen gegeben hat.“

Tierische Mitbewohner

Durch die große Vielfalt an Lebensräumen und Nahrung bekommt Anneliese Reiffenstuhl auch regelmäßig fliegenden, krabbelnden und kriechenden Besuch. „Neben den Fischen im Teich kommen unzählige Vögel, Insekten, insbesondere Libellen, Eichkätzchen, Dachse und auch Marder in den Garten, um nur einige zu nennen. Man entdeckt jeden Tag etwas Neues, so ist das eigene Grün ein regelrechtes Erlebnis.“

Schritt für Schritt für eine naturnahe Zukunft

Weniger ist mehr! Nicht nur Hausbesitzer mit großen Grünflächen, sondern auch grüne Daumen auf Balkonen und Fensterbrettern möchte Anneliese zum Mitgarteln motivieren: „Es ist egal wie groß ein Garten ist. Jeder davon kann naturnah sein und einen wertvollen Beitrag für unser Ökosystem leisten. Viele kleine Taten machen letztendlich wiederum einen großen Unterschied aus.“

Heißer Draht zum Gartentelefon

Wie komme ich zur kostenlosen Plakette? Was sind regionale Pflanzen und wo kann ich diese bekommen? Wie lege ich eine naturnahe Hecke oder Blumenwiese an? Was kommt in den Kompost? Für Fragen wie diese steht das Gartentelefon unter +43 662 8042-4570 (Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, 8 bis 15 Uhr, Mittwoch 9 bis 17 Uhr) oder per E-Mail auf salzburg@naturimgarten.at zur Verfügung. Das fachkundige Team von „Natur im Garten“ beantwortet alle Anliegen gerne und hilft mit Broschüren und Veranstaltungshinweisen in der Nähe. REP_210831_140 (luk/mel)

Die wichtigsten Informationen

 

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Daniela Gutschi, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum