Höhere Strafen für extreme Raserei gelten ab 1. September

Bis zu 5.000 Euro kann es kosten / Verdopplung der Führerschein-Entzugsdauer
Salzburger Landeskorrespondenz, 31. August 2021

(LK)  „Extremes Rasen gefährdet Menschenleben. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis, und das nehmen wir in Salzburg nicht hin. Daher setzen wir ein umfangreiches Maßnahmenpaket um“, betont Verkehrslandesrat Stefan Schnöll. Dazu gehören strenge Kontrollen, Bewusstseinsbildung durch die Kampagne „Salzburg, owa vom Gas“ – und ab 1. September auf Initiative Salzburgs höhere Strafen für extreme Raserei.

Auf Initiative Salzburgs hat Österreich einen härteren Weg eingeschlagen. Ab 1. September gibt es nun noch strengere Strafen für extreme Raserei. Die Maßnahmen im Überblick:

  • Erhöhung des Strafrahmens auf bis zu 5.000 Euro
  • Verdopplung der Entzugsdauer des Führerscheins
  • Erhöhung des Beobachtungszeitraumes bei wiederholten Übertretungen
  • Bis zu sechs Monaten Führerscheinentzug bei illegalen Straßenrennen

„Wenn jemand mit 40 km/h im Ortsgebiet zu schnell erwischt wird, zahlt er ab sofort das Dreifache. Statt 500 Euro werden für dieses Delikt ab sofort 1.600 Euro fällig werden. Man muss sich bewusstmachen, dass es bei so einer Geschwindigkeit um eine Gefährdung für alle Verkehrsteilnehmer geht. Das ist kein Kavaliersdelikt mehr“, so Landesrat Stefan Schnöll. Schwerpunktkontrollen werden regelmäßig in allen Bezirken stattfinden.

Zweites Raserpaket

Landesrat Schnöll fordert nun weitere Schritte im Kampf gegen extreme Raserei. „Nach diesen wichtigen ersten Maßnahmen pochen wir nun darauf, dass ein zweites Paket zeitnah umgesetzt wird. Wir brauchen für besonders rücksichtslose Raser weitere Strafverschärfungen. In extremen Fällen soll daher auch die Möglichkeit einer Fahrzeugabnahme bestehen. In anderen Ländern hat diese Maßnahme zu einem deutlichen Rückgang der Delikte geführt. Es soll daher zukünftig auch das Auto abgenommen werden können, um rücksichtslose und massive Raser noch mehr abzuschrecken. Bei der Konferenz der Landesverkehrsreferenten werden wir einen entsprechenden Antrag dafür einbringen“, so Schnöll.

Führerschein noch vor Ort weg

In einem zweiten Raserpaket sollen außerdem noch weitere Maßnahmen folgen. Bei hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen soll der Führerschein künftig noch an Ort und Stelle von der Polizei abgenommen werden, um eine Weiterfahrt zu verhindern. „Derzeit können diese Lenker noch weiterfahren und damit erneut andere gefährden. Das soll sich mit einem neuen Gesetzespaket ebenfalls rasch ändern“, sagt Schnöll.

Positive Vorbilder in den Vordergrund rücken

Begleitend zu diesem Paket an strengeren Maßnahmen hat das Land Salzburg mit seinen Partnern die Verkehrssicherheitskampagne „Salzburg, owa vom Gas!“ Ende Juli ins Leben gerufen. Aufklären, Bewusstsein schärfen und positive Vorbilder ins Licht rücken sind die Ziele. Aktionspartner sind die Stadt Salzburg, Polizei, ÖAMTC, ARBÖ, AUVA, Bildungsdirektion und KfV. Die Kampagne setzt auf Testimonials aus Salzburg in verschiedenen Alters- und Zielgruppen. Prominente Gesichter sind Sabine Peterbauer, die ihre Tochter bei einem Unfall verloren hat und sich seither dem Kampf gegen Raser verschreibt, sowie der Rollstuhlsportler Thomas Geierspichler.

#salzburg_owavomgas: Schwerpunkt unter-30-Jährige

Für September ist der nächste Schwerpunkt mit der Zielgruppe der unter 30-Jährigen geplant. Mit dem Hashtag #salzburg_owavomgas ist man auch bei einem Gewinnspiel dabei. LK_210831_51 (grs/mel)

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Medienrückfragen: Christoph Bayrhammer, Büro Landesrat Stefan Schnöll, Tel.: +43 662 8042-4941, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum