Treffen der Länder zum Klimaschutz

16 Beschlüsse zur Eindämmung der Erderwärmung
Salzburger Landeskorrespondenz, 03. September 2021

(HP)  Höheres Tempo und wirkungsvolle Projekte für mehr Klimaschutz lautet das Fazit der heutigen Konferenz der Klimaschutzreferentinnen- und Referenten im niederösterreichischen Langenlois. „Wir sind uns alle einig, dass wir die fortschreitende Erderwärmung aufhalten müssen. Die Bundesländer sind bereit, noch mehr Beiträge zur Eindämmung des Klimawandels zu leisten und noch rascher umzusetzen“, fasst Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn die 16 gefassten Beschlüsse zusammen.

Die Klimaschutzreferentinnen- und Referenten der Länder sowie Bundesministerin Leonore Gewessler haben die Notwendigkeit, mit erhöhtem Einsatz und noch mehr Tempo im Klimaschutz voranzukommen im Rahmen des Treffens bekräftigt. „Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits in ganz Europa festzustellen. Wir wissen, wir müssen jetzt handeln“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

Gesunder Boden

In die richtige Richtung geht für Schellhorn der Antrag aus Oberösterreich, um den Bodenschutz zu forcieren. „Besonders im heurigen Jahr zeigten die massiven Sturzfluten wie wichtig es ist, unversiegelte Flächen zu erhalten um für den fortschreitenden Klimawandel gewappnet zu sein. Mehr denn je braucht es griffige Maßnahmen in diesem Bereich. Eine Reduktion des Flächenverbrauchs ist ein unerlässlicher Beitrag dazu.“ Schellhorn unterstützt zudem die oberösterreichischen Vorschläge, steuerliche Anreize zu setzen sowie die Revitalisierung alter, leerstehender Bauten zu fördern.

Schellhorn: „Klimazölle als wirksames Instrument.“

Regional produzierte, klimafreundliche Produkte sind ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und genießen eine hohe Akzeptanz bei Konsumentinnen und Konsumenten. Kaum wo wird so umweltbewusst, in so hoher Qualität und nach derart hohen Standards produziert, wie bei uns. Gleichzeitig gibt es eine Flut an Produkten, die unter fragwürdigen Bedingungen erzeugt, tausende Kilometer transportiert und zu Billig-Preisen in Europa auf den Markt geworfen werden. Wirksame CO2-Zölle auf EU-Ebene können einen wichtigen Lenkungseffekt erzielen und sind daher von enormer Bedeutung für unser Klima und unsere Wirtschaft, so der Niederösterreichische Vorschlag, den Schellhorn bekräftigte. 

Klima-Check für alle künftigen Vorhaben

Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz: Das Klima-Check-Tool. Allen zukünftigen Vorhaben, egal ob Gesetze oder Projekte in allen Ressorts, sollen künftig bundesweit auf ihre Auswirkungen auf das Klima überprüft und die Ergebnisse den Entscheidungsträgerinnen- und Trägern zur Beschlussfassung zur Verfügung gestellt werden. Salzburg hat nächstes Jahr den Vorsitz der Konferenz der Klimaschutzreferentinnen- und Referenten. LK_210903_140 (luk/mw)

Diese Meldung wurde am 3.9.2021 um 15:00 Uhr ergänzt.

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum