Schauspielhaus: Aufbruch in moderne Zeiten

3.000 Quadratmeter, eine Million Euro Investition / Wichtiger Schritt im Generalplan Kulturbauten
Salzburger Landeskorrespondenz, 06. September 2021

(HP)  Das größte freie Theater Österreichs hat jetzt auch die modernste Produktionsstätte: Nach rund einem halben Jahr Bauzeit und Investitionen in die Baukosten von etwa einer Million Euro öffnete das neue Produktionsgebäude des Salzburger Schauspielhauses am Wochenende in Wals-Siezenheim erstmals seine Tore.

„Das Schauspielhaus hat sich damit einen perfekten Hintergrund für zeitgemäße technische und künstlerische Theaterarbeit geschaffen. Als wichtige Säule des überregionalen Kulturlebens steht es für Theater mit hohem Anspruch“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Und Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn betont: „Sämtliche künstlerische Produktionsbereiche in einem Gebäude zusammengefasst, dazu ausreichend Räume für Proben, Bühne, Verwaltung, Verweilen und sogar für kurzfristige Wohnbedarfe, dazu noch eine barrierefreie Ausstattung – das ermöglicht zeitgemäße Kulturproduktion der kurzen Wege.“

3.000 Quadratmeter für Produktion und Proben

Auf rund 3.000 Quadratmetern befinden sich auf dem neuen Standort in Wals alle Gewerke, von der Tischlerei über die Schlosserei, die Schneiderei bis zum Malersaal. Dazu kommen große Lagerhallen und drei modern ausgestattete Probehallen. Sie entsprechen in den Dimensionen den Bühnenflächen, sodass Ausstattungen direkt aus der Fertigung für die Probe aufgebaut werden können. Nötige Änderungen können so frühzeitig und noch an Ort und Stelle durchgeführt werden.

Räume für die Theaterakademie

Zwischen den Proben arbeitet in allen Räumen die Theaterakademie des Schauspielhauses. Etwa 25 Studierende werden für das staatliche Diplom vorbereitet. Darüber hinaus stehen Künstlergästen kleine Wohneinheiten für die Dauer einer Produktion zur Verfügung, ebenso großzügige Aufenthaltsräume und zwei Terrassen. Die Sanitäranlagen sind barrierefrei. Zusätzlich gibt es noch Besprechungsräume, Büros und einen großen Seminarraum, der mit Multimedia ausgestattet ist.

Schauspielhaus lukrierte Drittmittel

Die Bauzeit mit insgesamt 13 beteiligten Gewerken betrug ein halbes Jahr, die Planung begann bereits im Frühjahr 2020. Die Finanzierung der Baukosten von rund einer Million Euro setzt sich aus Investitionsförderungen von Stadt und Land Salzburg und zu mehr als 50 Prozent aus vom Schauspielhaus lukrierten Drittmitteln zusammen. Über Sponsoren wird auch die gesamte Dachfläche mit Photovoltaik ausgestattet. Das ermöglicht eine autarke Energieversorgung. E-Ladestationen stehen vor dem Gebäude ebenfalls zur Verfügung.

15 Eigenproduktionen pro Saison

Das Schauspielhaus ist das größte freie Theater Österreichs mit 100 Beschäftigten und rund 60.000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr. Das Haus erarbeitet bis zu 15 Eigenproduktionen pro Saison und spielt zirka 400 Vorstellungen in zehn Monaten. Es erreicht eine für den Theaterbereich sehr hohe Eigenwirtschaftlichkeit von rund 30 Prozent. Dazu umfasst das Haus eine hauseigene Schauspielakademie und Gastronomie.

Ein weiterer Schritt im Generalplan Kulturbauten

„Kulturbetriebe mit möglichst guten Rahmenbedingungen zu unterstützen, sind wichtige Investitionen in die Zukunft“, so Landeshauptmann Haslauer. „Daher habe ich den Generalplan Kulturbauten vorgeschlagen. Dieser umfasst neben Erweiterungsbauten der Museen in Stadt und Land Salzburg, dem Biosphärenparkzentrum Lungau beim Neuwirtstadl in Mauterndorf, dem Felberturmmuseum Mittersill und der Generalsanierung der Festspielhäuser auch das neue Produktions- und Probegebäude des Schauspielhauses.“ LK_210906_51 (grs/luk)

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Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at

Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum