Zahl der Fischotter in Salzburg deutlich gewachsen

Seit 2016 verdoppelt / „Günstiger Erhaltungszustand“ in allen Landesteilen
Salzburger Landeskorrespondenz, 21. September 2021

(LK)  Die Zahl der Fischotter an Salzburgs Fließgewässern ist in den vergangenen zwölf Jahren kräftig gewachsen. Bisher galt nur das flachere Alpenvorland als gut besiedelt, inzwischen trifft das auch für die alpinen Regionen zu. Der mögliche natürliche Lebensraum ist ausgeschöpft, so eine aktuelle Studie der Universität Graz.

„Die Fischotter nutzen neben den Fischen in den Fließgewässern auch jene in den Fischteichen, Zuchtbetrieben und Aquakulturen. Nicht alle lassen sich vor dem Wasserraubtier schützen. Daher gilt es, auf Basis der vorliegenden Daten ein ausgewogenes Bestandsmanagement sicherzustellen, um die ökologische Vielfalt der heimischen Gewässer auch in Zukunft zu wahren“, so Landesrat Josef Schwaiger. Bei einem runden Tisch mit allen maßgeblich Beteiligten hat Schwaiger das Studienergebnis vorgestellt.

Bestand in zwölf Jahren beinahe verzehnfacht

Schon die Zunahme von 27 auf 132 Fischotter in den Jahren von 2009 bis 2016 zeigte den stetigen Aufwärtstrend, der mit nun 261 ermittelten Tieren weiter fortgesetzt wurde. Umgerechnet kommt jetzt ein Fischotter auf alle 4,2 Flusskilometer – bei Gewässern ab einer Breite von vier Metern. Für das Bundesland Salzburg stuft die Studie den Erhaltungszustand des Fischotters als „günstig“ ein.

Nahrungsangebot stößt an natürliche Grenzen

Auffällig mehr geworden ist der Bestand an der Enns und an der Mur. „Die Entwicklung weist auch darauf hin, dass in Salzburg bereits eine gewisse Sättigung der Besiedelung eingetreten ist und ab einer größeren Seehöhe das Nahrungsangebot nicht mehr ausreichend vorhanden ist“, so die Studienautoren Dr. Tamara Schenekar und Professor Dr. Steven Weiss. LK_210920_63 (sm/mw)

 

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Redaktion: Landes-Medienzentrum